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Die New York Knicks haben eine historische Durststrecke beendet und sich zum dritten Mal in der Franchise-Geschichte die Krone der NBA aufgesetzt. Mit einem hart umkämpften 94:90-Erfolg in Spiel 5 bei den San Antonio Spurs sicherte sich das Team am Samstagabend den ersten Meistertitel seit dem Jahr 1973.

Jalen Brunson rettet die Knicks nach nervösem Fehlstart

Das potenziell entscheidende Spiel in Texas begann für die Gäste alles andere als meisterlich. In einer von extremer Nervosität geprägten Anfangsphase brachten die Knicks im ersten Viertel lediglich 13 Zähler auf das Scoreboard. Während bei Karl-Anthony Towns, der früh mit Foul-Problemen zu kämpfen hatte und am Ende nur zwei Punkte beisteuerte, sowie bei Flügelspieler OG Anunoby offensiv wenig zusammenlief, nahm Jalen Brunson das Zepter in die Hand.

Der Point Guard bewahrte seine Mannschaft im Alleingang vor einem vorzeitigen K.o. und hielt die Chance auf ein Comeback am Leben. Mit einer herausragenden Ausbeute von 45 Punkten trug Brunson die offensive Last fast komplett auf seinen Schultern. Erst im Schlussviertel fanden auch Rollenspieler wie Mikal Bridges (14 Punkte) und Josh Hart (13 Punkte) entscheidende Antworten, um das Spiel endgültig zu drehen.

Spurs verspielen Vorsprung trotz Wembanyama-Dominanz

Lange Zeit sah es so aus, als könnten die San Antonio Spurs die Serie am Leben erhalten. Angeführt von Victor Wembanyama, der das Spiel defensiv von der ersten Minute an kontrollierte, bauten die Hausherren eine Führung auf. Der französische Ausnahmekönner dominierte die Bretter und verbuchte starke 19 Punkte, 14 Rebounds sowie fünf Blocks.

Auch offensiv fanden die Texaner zunächst gute Lösungen. Rookie Dylan Harper glänzte mit 25 Punkten, unterstützt von Julian Champagnie, der 14 Zähler beisteuerte. Doch wie bereits in den vergangenen Spielen der Finals-Serie schafften es die Spurs nicht, ihre Führung über die Ziellinie zu retten. Eine fatale Schwäche von der Dreierlinie und ein kaum aufzuhaltender Brunson ließen den Vorsprung im vierten Viertel schmelzen.

Heimspiel in Texas beendet jahrzehntelanges Warten

Bemerkenswert war nicht nur das Comeback auf dem Parkett, sondern auch die Kulisse. Bereits vor dem Tip-off war die befürchtete Fan-Invasion der Knicks-Anhänger Realität geworden. Rund die Hälfte der Zuschauer in San Antonio hielt dem Team aus dem Big Apple die Treue und verwandelte das Auswärtsspiel faktisch in ein Heimspiel.

Für die treue Fangemeinde aus New York endet mit diesem 94:90-Sieg eine beispiellose Leidenszeit. Nach 51 Jahren ohne Titel kehrt die wichtigste Trophäe im Vereinsbasketball endlich wieder in den Madison Square Garden zurück.

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