Schweiz überrollt Österreich bei Eishockey-WM mit 9:0-Kantersieg
Die Schweiz untermauert ihre Titelambitionen bei der Eishockey-WM mit einem historischen 9:0-Erfolg gegen Österreich.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz mit dem Rücken zur Wand. Am Sonntagabend verlor die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis ihr zweites Gruppenspiel gegen Lettland mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0). Nach der vorangegangenen Auftaktpleite gegen Finnland rückt das anvisierte Viertelfinale in weite Ferne.
In den Anfangsminuten diktierte das deutsche Team durchaus das Geschehen, fand jedoch keinen Weg an dem ruhenden Pol im lettischen Tor, Kristers Gudlevskis, vorbei. Ein erster Warnschuss der Letten in der sechsten Minute leitete schließlich einen Bruch im Spiel der DEB-Auswahl ein: Oskars Batna tauchte nach einem klugen Pass von Martins Dzierkals frei vor Philipp Grubauer auf, scheiterte aber noch am souveränen deutschen Schlussmann.
Dieser Weckruf wirkte jedoch nicht positiv auf die deutsche Offensive. Vielmehr verlor die Mannschaft zunehmend die Kontrolle und agierte ohne die nötige Zielstrebigkeit. Die Letten erzeugten geschickt Verkehr vor dem deutschen Tor und nahmen Grubauer mehrfach die Sicht. Kurz vor der ersten Drittelsirene rächte sich die Passivität: Nach einem Puckgewinn in der neutralen Zone nutzte Dzierkals den ihm gewährten Freiraum gnadenlos aus und überwand Grubauer mit einem platzierten Schlagschuss zum 0:1.
Wer im Mittelabschnitt eine rasche Trotzreaktion der Schützlinge von Harold Kreis erwartet hatte, wurde zunächst enttäuscht. Sinnbildlich für die fehlende Durchschlagskraft an diesem Abend ließen die deutschen Kufen-Cracks eine Zwei-Mann-Überzahl ohne zwingenden Ertrag verstreichen. Die Halbherzigkeit in den Defensivaktionen wurde in der 25. Minute bitter bestraft: Rudolfs Balcers tanzte völlig ungestört in die Mitte und versenkte den Puck unhaltbar für Grubauer unter der Latte zum 0:2. Gleich mehrfach hatte es die Hintermannschaft zuvor verpasst, die Scheibe aus der eigenen Zone zu klären.
Erst angesichts des deutlichen Rückstands erhöhte das DEB-Team die Schlagzahl. Die Gelegenheiten für einen direkten Anschluss waren durchaus vorhanden: Daniel Fischbuch fälschte einen Versuch von der blauen Linie gefährlich ab, scheiterte jedoch am rechten Pfosten (27.). Fünf Minuten später tauchte Josh Samanski nach einem Alleingang in Penalty-Manier frei vor Gudlevskis auf, brachte die Scheibe aber nicht am Schoner des Keepers vorbei. Die Frustration saß tief, was sich auch in den Worten von Verteidiger Moritz Seider widerspiegelte, der im Pausen-Interview die mangelnde Präzision vor dem gegnerischen Gehäuse anmahnte.
Für ein Weiterkommen in der Gruppe A benötigt das deutsche Team nun einen Kraftakt. Nach dem 1:3 gegen Finnland und der punktlosen Partie gegen Lettland muss Deutschland im weiteren Turnierverlauf zwingend einen der vermeintlichen Turnierfavoriten schlagen, um doch noch einen der ersten vier Plätze zu ergattern. Die Zeit für Ausrutscher ist bei dieser Weltmeisterschaft endgültig abgelaufen.
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