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Die Vegas Golden Knights stehen mit einem Bein im Stanley-Cup-Finale. Das Team aus Nevada besiegte die Colorado Avalanche am Sonntag in der heimischen T-Mobile Arena nach einem denkwürdigen Comeback mit 5:3 und sicherte sich damit eine komfortable 3:0-Führung in der Best-of-Seven-Serie der Conference Finals.

Vegas dreht dramatischen 0:3-Rückstand

Dabei sah es im ersten Drittel alles andere als nach einem Sieg für die Gastgeber aus. Die Colorado Avalanche, immerhin die beste Mannschaft der regulären Saison, starteten furios in die Partie. Durch frühe Treffer von Gabriel Landeskog (4. Minute), Nazem Kadri (8.) und einem Unterzahltor von Jack Drury (14.) erspielte sich das Team aus Denver eine dominante 3:0-Führung.

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Doch der Champion von 2023 zeigte im zweiten Abschnitt sein wahres Gesicht. Nur 19 Sekunden nach Wiederanpfiff nutzte Mark Stone ein Powerplay zum Anschluss. Dieser Treffer wirkte wie ein Weckruf. William Karlsson (25.) und Keegan Kolesar (33.) glichen die Partie noch vor der zweiten Drittelpause aus und brachten die heimischen Fans in Paradise zum Beben.

Hertl und Howden machen den Deckel drauf

Im Schlussabschnitt war das Momentum komplett aufseiten der Golden Knights. Tomas Hertl brachte seine Farben in der 49. Minute erstmals in Führung, ehe Brett Howden mit einem Empty-Net-Goal in der Schlussminute (60.) den 5:3-Endstand besiegelte. Großen Anteil am Erfolg hatte auch Vegas-Schlussmann Carter Hart, der 32 Schüsse der Gäste abwehrte. Sein Gegenüber Scott Wedgewood parierte lediglich 18 Versuche.

Colorado-Coach Jared Bednar zeigte sich nach der Niederlage konsterniert und gab an, dass sein Team nun vor einem steilen Berg stehe, den es zu erklimmen gelte. Die historische Statistik spricht klar gegen seine Mannschaft: In der Geschichte der NHL konnten erst vier Teams einen 0:3-Serienrückstand noch drehen, in den Conference Finals passierte dieses Kunststück noch nie.

Bangen um Superstar Nathan MacKinnon

Zu allem Überfluss müssen die Avs, die immerhin wieder auf Star-Verteidiger Cale Makar zurückgreifen konnten, nun um ihren absoluten Leistungsträger bangen. Superstar Nathan MacKinnon musste im zweiten Drittel nach einem geblockten Schuss angeschlagen in die Kabine. Zwar kehrte der 30-jährige Kanadier im letzten Drittel noch einmal auf die Bank zurück, konnte jedoch kaum noch ins Spielgeschehen eingreifen. Ob der Topscorer in Spiel 4 am Dienstag auflaufen kann, bleibt ungewiss.

Auf der Gegenseite herrscht hingegen grenzenloses Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Center Tomas Hertl betonte nach dem Spiel den unbändigen Willen seiner Mannschaft, die sich nie aufgibt. Auch Trainer John Tortorella lobte den Einsatz und die Nervenstärke seines Teams mit deutlichen Worten. Die Golden Knights greifen nun im neunten Jahr ihres Bestehens bereits nach ihrer dritten Teilnahme am Stanley-Cup-Finale.

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