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Der argentinische Innenverteidiger Cristian Romero verlässt Tottenham Hotspur und wechselt zu Atlético Madrid. Nach einem öffentlichen Zerwürfnis mit der Londoner Klubführung einigten sich beide Vereine auf einen Transfer. Der Medizincheck in der spanischen Hauptstadt steht kurz bevor.

Für 40 Millionen Euro: Atlético sticht namhafte Konkurrenten aus

Der Transfer des torgefährlichen Abwehrspielers in seine nunmehr dritte europäische Top-Liga lässt sich Atlético Madrid einiges kosten. Übereinstimmenden Berichten zufolge beläuft sich das Gesamtpaket auf rund 40 Millionen Euro, wobei etwaige Bonuszahlungen bereits inkludiert sind. Zudem sicherten sich die Spurs eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 15 Prozent auf zukünftige Transfergewinne.

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Die Rojiblancos profitierten bei den Verhandlungen maßgeblich davon, dass sich andere europäische Schwergewichte aus dem Poker zurückzogen. So nahm der FC Barcelona unter Cheftrainer Hansi Flick zuletzt ebenso Abstand von einer Verpflichtung wie Inter Mailand. Ein Wechsel zum erbitterten Nordlondon-Rivalen Arsenal war für die Verantwortlichen von Tottenham ohnehin kategorisch ausgeschlossen worden. Mit den Madrilenen hat der Defensivspezialist nun auch persönlich Einigkeit erzielt.

Zerwürfnis in London: Harte Kritik an der Kaderplanung

Der Abschied des bisherigen Mannschaftskapitäns aus England kommt nicht völlig überraschend und hat tiefe Risse als Ursache. In einer aus Sicht der Londoner katastrophalen vergangenen Spielzeit, in der die Lilywhites den Abstieg nur knapp abwenden konnten, platzte dem Südamerikaner der Kragen. Er kritisierte die Vereinsführung sowie die mangelhafte Kaderzusammenstellung öffentlich und bezeichnete die fehlenden personellen Optionen als schändlich.

Während er sich bei den Anhängern für die sportliche Talfahrt entschuldigte, teilte er hart gegen die Klubführung aus. Diese lasse sich nur blicken, wenn es gut laufe, um Lügen zu verbreiten. Trotz seines damaligen Versprechens, bleiben und für die sportliche Wende kämpfen zu wollen, zieht der Abwehrchef nun die Konsequenzen aus dem zerrütteten Verhältnis.

Licht und Schatten auf der Insel

Vor vier Jahren war der amtierende Weltmeister noch für mehr als 53 Millionen Euro von Atalanta Bergamo auf die Insel gewechselt. Sportlich hinterlässt er eine gemischte Bilanz. Einerseits glänzte der kopfballstarke Verteidiger in 156 Partien für die Spurs mit beeindruckenden 13 Treffern und sieben Vorlagen. Andererseits verpasste er allein in der abgelaufenen Premier-League-Saison 15 Begegnungen verletzungsbedingt oder aufgrund von Platzverweisen und Sperren.

Zuletzt fehlte der Ex-Bergamo-Profi bereits bei der Promo-Tour der Londoner in Australien und Neuseeland. Dies war jedoch vorrangig der extremen Belastung geschuldet, nachdem er bei der Weltmeisterschaft mit Argentinien fast durchgehend auf dem Platz stand und bis ins Finale marschierte. Nun soll er die Defensive von Diego Simeone in der spanischen La Liga stabilisieren.

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