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Nach einer von Verletzungen und Formtiefs geprägten Leihe bei Werder Bremen kehrt Victor Boniface vorerst zu Bayer 04 Leverkusen zurück. Trotz eines massiven Marktwertverlusts und einer komplizierten Saison setzt Geschäftsführer Simon Rolfes weiterhin auf den 25-jährigen Angreifer und sieht eine kürzlich durchgeführte Knieoperation als wichtigen Wendepunkt für den sportlichen Neustart.

Krisengipfel und schnelle Rückkehr

Der Wille zur Wiedergutmachung scheint beim nigerianischen Nationalspieler vorhanden zu sein. Wie Rolfes bestätigte, bat der Stürmer Mitte Mai um ein klärendes Gespräch, nachdem er am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund erneut nicht im Kader der Bremer stand. Die Reaktion des Angreifers war bezeichnend: Nur drei Stunden nach der telefonischen Kontaktaufnahme saß er bereits in Leverkusen am Verhandlungstisch. Am 13. Juli wird der wuchtige Offensivmann, dessen Arbeitspapier noch bis 2028 datiert ist, zu den Leistungstests der Werkself erwartet. Dort muss er sich gegen namhafte Konkurrenz wie den treffsicheren Patrik Schick und das aufstrebende Talent Christian Kofane behaupten.

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Knieprobleme und Marktwert-Absturz an der Weser

Hinter dem Rückkehrer liegt eine sportliche Leidenszeit. Ursprünglich war ein Wechsel zur AC Mailand geplant, der jedoch am Medizincheck aufgrund chronischer Knieprobleme scheiterte. Am Deadline Day folgte schließlich die Not-Leihe an die Weser. Doch die großen Erwartungen erfüllten sich nicht: In elf Einsätzen war er lediglich an zwei Toren beteiligt. In der Konsequenz stürzte sein Marktwert drastisch von 40 Millionen auf nur noch 5 Millionen Euro ab. Im Winter unterzog sich der Torjäger einer längst überfälligen Knieoperation. Laut Rolfes war das Ergebnis dieses Eingriffs ein echter Mutmacher. Zuvor hatten die andauernden Schmerzen auch die mentale Verfassung des Spielers stark beeinträchtigt.

Die letzte Chance für den Meister-Stürmer

Obwohl er im April wieder ins Mannschaftstraining einstieg, reichte sein Fitnesszustand unter Werder-Trainer Daniel Thioune nicht mehr für regelmäßige Einsätze. Im Saisonendspurt bekam oft der junge Salim Musah den Vorzug. Unter dem Bayer-Kreuz soll nun alles besser werden. „Es geht darum, dass er sich selbst hilft, und wir ihm helfen, dass er wieder in eine gute Verfassung kommt, und dann schauen wir weiter“, erklärte Rolfes die klare Marschroute. Die Leverkusener Verantwortlichen wissen genau, was ein fitter Boniface leisten kann. Nach seinem Wechsel von Union Saint-Gilloise im Jahr 2023 avancierte er mit 14 Toren und neun Vorlagen in 23 Ligaspielen zu einem der Garanten für die erste deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Nun steht der physisch enorm starke Stürmer vor seiner womöglich letzten großen Chance, dieses absolute Top-Niveau erneut zu erreichen.

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