Lothar Matthäus warnt Bayern-Star Jamal Musiala: Keine Ausreden mehr
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus nimmt Jamal Musiala nach einer durchwachsenen Weltmeisterschaft in die Pflicht.
Der FC Bayern München gastiert am Dienstagabend um 21 Uhr im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid. Mit dem 29. Aufeinandertreffen auf internationaler Bühne setzen die beiden europäischen Schwergewichte ihren Rekord fort und beleben die Mutter aller Europacup-Duelle neu.
Seit der Jahrtausendwende kreuzten sich die Wege der beiden Top-Teams ab dem Viertelfinale der Königsklasse in unzähligen denkwürdigen Begegnungen. Früher fürchteten die Madrilenen den deutschen Rekordmeister als schwarze Bestie, doch die jüngere Vergangenheit hat das Machtgefüge immer wieder ins Wanken gebracht. Für Fußballfans und Wettexperten ist dieses Aufeinandertreffen ein absolutes Highlight, dessen Ausgang aufgrund der enormen individuellen Qualität stets schwer vorherzusagen ist.
Im Halbfinale der Saison 2000 erlebten die Münchner eine bittere Enttäuschung. Nach dem frühen Abschied von Leitwolf Lothar Matthäus in die USA reichte der Mannschaft des damaligen Trainers Ottmar Hitzfeld ein knapper 2:1-Heimsieg im Rückspiel nicht aus, da das Hinspiel in der spanischen Hauptstadt überraschend deutlich mit 0:2 verloren ging.
Ganz anders verlief das Folgejahr, als Oliver Kahn zum gefeierten Helden avancierte. Der überragende Schlussmann trieb die Offensive der Gastgeber um Weltstars wie Luis Figo und Raúl im Hinspiel beim 1:0-Auswärtssieg zur Verzweiflung. Ein souveränes 2:1 im heimischen Olympiastadion ebnete den Süddeutschen schließlich den Weg zum Titelgewinn, den der Bundesligist im Finale gegen den FC Valencia perfekt machte.
Doch die epischen Duelle hielten auch Rückschläge für den FC Bayern bereit. Im Viertelfinale 2002 reichte ein emotionaler 2:1-Heimsieg dank später Tore von Stefan Effenberg und Claudio Pizarro am Ende nicht für das Weiterkommen. Eine ungewohnt passiv gewählte Defensivtaktik im Rückspiel ließ die spielfreudigen Königlichen unter der Regie von Mittelfeld-Maestro Zinedine Zidane aufblühen und beendete den Traum der Titelverteidigung vorzeitig. Auch bei der anstehenden Neuauflage wird die richtige taktische Ausrichtung den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben.
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