Bayern München trifft im Supercup auf BVB – Favoritenrolle bleibt klar
Im Franz Beckenbauer Supercup fordert Borussia Dortmund den FC Bayern München. Die Favoritenrolle der Münchner bleibt bestehen.
Borussia Dortmund schließt das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Jahresfehlbetrag von 21,7 Millionen Euro ab. Das gab der Bundesligist am Freitag offiziell bekannt. Ausschlaggebend für die tiefroten Zahlen sind in erster Linie das frühe Ausscheiden in der Champions League sowie der Wegfall von fest eingeplanten Einnahmen.
Der Umsatz der Schwarz-Gelben sank im abgelaufenen Zeitraum um 65,5 Millionen Euro auf insgesamt 460,5 Millionen Euro. Während der börsennotierte Verein im Vorjahr noch einen Gewinn von 6,7 Millionen Euro verbuchte, schlug nun vor allem das sportliche Scheitern in der ersten K.o.-Runde gegen Atalanta Bergamo ins Kontor. Dabei hatte der BVB das Hinspiel noch mit 2:0 für sich entschieden.
Zusätzlich fehlten Erlöse aus der Klub-Weltmeisterschaft, die von der FIFA mittlerweile nur noch in einem Vierjahres-Rhythmus ausgetragen wird. Wie Finanzchef Thomas Treß betonte, sei ein Verlust von über 20 Millionen Euro für die Verantwortlichen absolut nicht zufriedenstellend.
Trotz der deutlichen Umsatzeinbußen bewertet die Chefetage die aktuelle Lage nicht als dramatisch. BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer bezeichnete den Klub als ein kerngesundes und starkes Unternehmen. Die herausfordernde Saison habe man gezielt genutzt, um bestehende strukturelle Defizite aufzuarbeiten und große Wachstumspotenziale zu identifizieren.
Ein zentrales Ziel ist es dabei, den Verein zukunftsfähiger aufzustellen und unabhängiger von Transferaktivitäten zu machen. Dass der Klub auch abseits von Einnahmen und Ausgaben, wie etwa bei der jüngsten Verpflichtung von Spielmacher Giannis Konstantelias, auf einem soliden Fundament steht, belegen die Eigenkapitalzahlen. Dieses liegt laut Treß weiterhin bei rund 300 Millionen Euro, was einer Quote von mehr als 50 Prozent entspricht. Der Klub nahm zudem keine neuen Kredite auf.
Um die ambitionierten sportlichen Ziele künftig abzusichern, planen die Borussen weitere infrastrukturelle Maßnahmen. Diese sollen sowohl den Herrenbereich als auch die Frauen- und Jugendmannschaften umfassen. Der Verein sieht sich laut Cramer mit seinen über 1.000 Mitarbeitern hervorragend aufgestellt, um sportliche Rückschläge künftig finanziell leichter abzufedern.
An diesem Optimismus und den eingeleiteten Umstrukturierungen will sich die Vereinsführung in den kommenden zwölf Monaten messen lassen. Die Basis für den erhofften Aufschwung ist trotz der aktuellen Bilanz unbestritten vorhanden.
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