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Borussia Dortmund bricht bei Ramy Bensebaini und Marcel Sabitzer offenbar mit einer ungeschriebenen Transferregel. Der Bundesligist lässt den algerischen Defensivspezialisten und den österreichischen Mittelfeldmotor voraussichtlich ohne vorherige Vertragsverlängerung in ihr finales Vertragsjahr gehen. Damit weichen die Verantwortlichen bewusst von der üblichen Vereinsstrategie ab.

Normalerweise lautet die strikte Vorgabe bei den Schwarz-Gelben: Geht ein Profi in sein letztes Vertragsjahr, wird das Arbeitspapier entweder vorzeitig ausgedehnt oder ein sofortiger Verkauf angestrebt. So sollen ablösefreie Abgänge vermieden werden. Laut Informationen der Ruhr Nachrichten sieht der Klub bei diesem spezifischen Duo jedoch von einem Ultimatum ab.

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Wirtschaftliches Kalkül und sportliche Bedeutung

Der Grund für dieses Umdenken liegt in einer Mischung aus Marktwert-Analyse und sportlicher Wertschätzung. Die aktuellen Marktwerte von Bensebaini (rund sieben Millionen Euro) und Sabitzer (knapp sechs Millionen Euro) lassen ein Jahr vor Vertragsende keine gewaltigen Transfererlöse mehr erwarten. Ein erzwungener Verkauf würde dem Revierklub finanziell nur bedingt weiterhelfen.

Gleichzeitig schätzt das Trainerteam den sportlichen Wert der beiden Nationalspieler für die direkte Zukunft enorm hoch ein. Sowohl der Algerier als auch der Österreicher sind für die kommende Spielzeit als unverzichtbare Kaderspieler eingeplant. Da beide Profis derzeit ohnehin keine Intention zeigen, einen Wechsel zu forcieren, nimmt der BVB das Auslaufen der Verträge nach der nächsten Saison in Kauf.

Harter Kurs bei Karim Adeyemi

Dass diese Entspanntheit jedoch keine generelle Neuausrichtung ist, zeigt der Umgang mit Karim Adeyemi. Bei dem pfeilschnellen Flügelstürmer fährt der Verein eine deutlich härtere Linie. Adeyemi könnte Borussia Dortmund noch in diesem Sommer verlassen, sollten die stockenden Vertragsgespräche endgültig scheitern. Nach Informationen von Sky ruht der Austausch zwischen der Spielerseite und dem BVB derzeit komplett.

Ein kolportiertes Jahresgehalt von sieben Millionen Euro soll dem Offensivmann offenbar nicht ausreichen. Da eine Einigung aktuell nicht in Sicht ist und der Verein seine Gehaltsstruktur wahren möchte, gehen die Dortmunder Verantwortlichen in diesem Fall eher von einem baldigen Wechsel aus. Die klare Kante bei Adeyemi unterstreicht: Die neue Toleranzgrenze gilt in Dortmund nur für absolute Ausnahmefälle.

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