Mario Basler kritisiert Borussia Dortmund und BVB-Trainer Kovac scharf
Nach drei enttäuschenden Spielen in Folge gerät BVB-Trainer Niko Kovac durch Ex-Profi Mario Basler massiv in die Kritik.
Niko Kovac hat seinen auslaufenden Vertrag bei Borussia Dortmund erst in der vergangenen Woche vorzeitig bis 2029 verlängert. Obwohl der Cheftrainer den BVB nach einer schwierigen Phase zurück in die Erfolgsspur geführt hat, sorgt seine eher defensive Spielweise im Vereinsumfeld weiter für Diskussionen. Der ehemalige Bundesliga-Stürmer Benny Lauth bezweifelt nun öffentlich, dass der Kroate sein neues Arbeitspapier in voller Länge erfüllen wird.
Grundsätzlich sieht Lauth in dem Übungsleiter aktuell den besten Trainer für die Schwarz-Gelben. Dennoch äußerte der 45-Jährige gegenüber dem Portal „Wettfreunde.net“ erhebliche Zweifel an einer dauerhaften Zusammenarbeit. Lauth geht davon aus, dass Kovac seinen kürzlich verlängerten Vertrag beim BVB nicht bis zum Ende absitzen wird. Dies liege nicht an mangelnder Qualität, sondern daran, dass Kovac wahrscheinlich irgendwann an seine Grenzen stoße und sein Standing im Verein „warum auch immer“ ziemlich schwer sei.
Um sich langfristig in Dortmund zu behaupten, fordert der Ex-Profi eine taktische Weiterentwicklung. Als prominentes Vorbild nennt Lauth den Werdegang von Diego Simeone bei Atletico Madrid. Die Spanier agierten jahrelang extrem defensiv und auf knappe Ergebnisse fokussiert, bevor Simeone seiner Mannschaft erfolgreich eine torgefährlichere Ausrichtung verpasste. Einen ähnlichen Schritt müsse nun auch Kovac gehen und seinem Team mehr Offensivpower einimpfen, ohne seinen grundsätzlichen Weg aufzugeben.
Die nackten Zahlen sprechen derweil für den Dortmunder Trainer. Kovac hatte die Westfalen Anfang 2025 auf Rang elf übernommen und noch in die Champions League geführt, ehe in der Saison 2025/2026 die Vizemeisterschaft hinter dem FC Bayern folgte. Auch aktuell belegt der BVB den zweiten Tabellenplatz. Dennoch bietet die jüngste Delle von drei Pflichtspielen ohne Sieg eine Angriffsfläche im unruhigen Dortmunder Umfeld. Bereits in den vergangenen Wochen wurde Kovac teilweise scharf kritisiert, da vielen Fans der offensive Glanz fehlt.
Für den erfahrenen Kult-Trainer Peter Neururer ist die aktuelle Aufregung jedoch völlig unangebracht. Von einer Krise könne laut Neururer weder sportlich noch spielerisch die Rede sein. Vielmehr werde von außen lediglich eine künstliche Diskussion befeuert. Zwar müsse die Mannschaft nun auf dem Rasen die richtige Antwort geben, doch die Historie zeige, dass es sich bei der jüngsten Sieglos-Serie nur um einen kleinen Ausrutscher handle. Einen Grund für Nervosität sieht Neururer in Dortmund nicht.
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