Borussia Mönchengladbach verliert unter Blessin erneut – Fehlstart perfekt
Trotz Trainerwechsels verliert Borussia Mönchengladbach auch das sechste Saisonspiel und stellt einen Negativrekord ein.
Schlusslicht Borussia Mönchengladbach trifft am 18. Oktober in einem echten Krisengipfel auf den Vorletzten TSG 1899 Hoffenheim. Beide Mannschaften verzeichnen historisch schlechte Saisonstarts in der Bundesliga und stehen enorm unter Druck. Die Partie wird um 17:30 Uhr live auf DAZN übertragen.
Die sportliche Lage am Niederrhein ist drastisch. Nach fünf Spieltagen stehen für die Gladbacher fünf Niederlagen und ein Torverhältnis von 7:18 zu Buche. In der langen Historie der Bundesliga starteten laut dem Portal „Transfermarkt“ aufgrund der Tordifferenz bisher nur fünf Vereine noch schwächer in eine Spielzeit.
Trainer Alexander Blessin muss auf dem Weg aus der Krise auf mehrere Stammkräfte verzichten. Jens Castrop, Franck Honorat und Ko Itakura fallen verletzungsbedingt aus. Hinter dem Einsatz von Kapitän Tim Kleindienst steht ein Fragezeichen. Einen personellen Lichtblick gibt es dennoch, denn Nicolas Kühn ist nach einem Muskelbündelriss wieder ins Training eingestiegen. Der Flügelspieler, der am letzten Transfertag aus Como verpflichtet wurde, stellt eine dringend benötigte Option für die Offensive dar.
Bei den Gästen aus dem Kraichgau herrscht eine ähnlich angespannte Stimmung. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer absolviert den schwächsten Start in ihrer 19-jährigen Bundesliga-Zugehörigkeit. Unter der Woche kassierte das Team eine 2:3-Niederlage gegen Besiktas Istanbul, die zusätzliche Kraft gekostet haben dürfte.
Auffällig ist bei Hoffenheim die eklatante Diskrepanz zwischen wirtschaftlichem Anspruch und sportlicher Realität. Mit einem taxierten Kaderwert von 288 Millionen Euro stellt die TSG das siebtteuerste Aufgebot der Liga, belegt aber nur Rang 17. In Mönchengladbach fehlen Ilzer die verletzten Startelf-Kandidaten Patrick Wimmer und Albian Hajdari. Die Gastgeber weisen im Vergleich dazu einen Kaderwert von rund 135 Millionen Euro auf.
Vor dem insgesamt 40. direkten Duell beider Klubs fällt die historische Gesamtbilanz mit jeweils 13 Siegen und 13 Unentschieden völlig ausgeglichen aus. Für das anstehende Heimspiel können die Fohlen allerdings aus der jüngeren Vergangenheit Mut schöpfen.
Von den vergangenen 14 Aufeinandertreffen im Borussia-Park verlor Mönchengladbach lediglich ein einziges. In den jüngsten fünf Heimspielen gegen die Kraichgauer holte die Borussia starke 13 Punkte bei einem Torverhältnis von 18:7. Diese Statistik weckt bei den Fans die berechtigte Hoffnung, am Sonntag endlich die ersten Zähler der laufenden Saison einzufahren.
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