Borussia Mönchengladbach bleibt in der Fußball-Bundesliga weiter punktlos und stellt einen historischen Negativrekord ein. Auch unter dem neuen Trainer Alexander Blessin unterlagen die Fohlen der TSG Hoffenheim mit 1:2 und kassierten die sechste Pleite im sechsten Saisonspiel. Neben sportlichen Defiziten plagt den Tabellenletzten eine extrem lange Verletztenliste.

Blessin-Effekt bleibt aus

Alexander Blessin übernahm die Mannschaft kürzlich von Eugen Polanski, konnte die sportliche Talfahrt aber bislang nicht stoppen. Im zweiten Spiel unter der Leitung des ehemaligen Trainers des FC St. Pauli stand am Ende eine erneute 1:2-Niederlage. Zwar stabilisierte der neue Übungsleiter die Defensive im Kellerduell gegen die TSG Hoffenheim leicht, doch die Gefahr im Spiel nach vorne fehlt nahezu komplett. Ein klares Chancenübergewicht der Kraichgauer verdeutlichte die hausgemachten Probleme des Traditionsvereins.

Auch Schiedsrichterentscheidungen sorgten bei den Rheinländern zuletzt für großen Frust. Beim Stand von 1:1 im Spiel gegen Hoffenheim blieb ein Elfmeterpfiff aus, nachdem Keeper Oliver Baumann dem Gladbacher Kevin Diks ins Gesicht gesprungen war. Bereits in der Vorwoche hatte Blessin ein ungeahndetes Foulspiel beim entscheidenden Gegentreffer durch Said El Mala scharf kritisiert.

Verletzungssorgen im Angriff verschärfen Krise

Die personelle Situation spitzt sich beim Tabellenschlusslicht massiv zu. Gegen Hoffenheim musste Isac Lidberg nach 50 Minuten den Platz verlassen, kurz nachdem er den zwischenzeitlichen Ausgleich eingeleitet hatte. Er gilt als letzter verbliebener Mittelstürmer im Kader, da Kapitän Tim Kleindienst wegen eines Muskelfaserrisses weiterhin pausieren muss.

Das ohnehin gut gefüllte Lazarett umfasst mittlerweile zahlreiche Leistungsträger. Spieler wie Ko Itakura, Jan Leszczynski, Jens Castrop, Enzo Leopold, Fritz Fleck und Franck Honorat stehen dem Trainerteam derzeit nicht zur Verfügung. Diese widrigen Umstände erschweren die Suche nach dem dringend benötigten sportlichen Umschwung erheblich.

Historischer Tiefpunkt vor Stuttgart-Reise

Die Fohlen haben nun die ersten sechs Partien einer Bundesligasaison verloren. Zuvor war dieser desolate Startrekord erst drei anderen Vereinen in der Geschichte der höchsten deutschen Spielklasse unterlaufen. Wenig deutet auf ein schnelles Ende dieser Abwärtsspirale hin.

Am kommenden Freitag reist die Mannschaft zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart. Anpfiff beim ebenfalls kriselnden Konkurrenten ist um 20.30 Uhr. Die Schwaben suchen derzeit zwar selbst nach der Form, doch schon Hoffenheim nutzte die verunsicherten Gladbacher am Wochenende erfolgreich als Aufbaugegner.

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