Lars Ricken warnt BVB-Stars – Trotzreaktion nach Remis gefordert
Nach dem späten Ausgleich durch Werder Bremen nimmt BVB-Geschäftsführer Lars Ricken die Mannschaft in der Königsklasse in die Pflicht.
Am kommenden Mittwochabend stehen für Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart wichtige Aufgaben in der Champions League an. Die Dortmunder gastieren am 14. Oktober um 21 Uhr beim norwegischen Vertreter FK Bodø/Glimt, während die Schwaben zeitgleich bei Slovan Bratislava in der Slowakei antreten. Beide Bundesligisten gehen angesichts deutlich höherer Kaderwerte als klare Favoriten in ihre Partien.
Die Ausgangslage spricht auf dem Papier klar für den BVB, der laut Transfermarkt einen Kaderwert von 588 Millionen Euro aufweist. Die norwegischen Gastgeber kommen im Vergleich dazu auf 79 Millionen Euro. Die Schwarz-Gelben reisen als aktueller Bundesliga-Tabellenführer an, haben jedoch ein aus Sicht von Trainer Niko Kovac ärgerliches 2:2-Unentschieden gegen Werder Bremen im Gepäck. Der anstehende Gegner verlangt der Borussia höchste Aufmerksamkeit ab.
Das Team von Kjetil Knutsen, der seit 2018 im Amt ist, gilt im heimischen Aspmyra Stadion als echte Heimmacht. Von den vergangenen 19 Partien vor eigenem Publikum verlor Bodø/Glimt lediglich eine Begegnung gegen den Ligakonkurrenten Molde FK. In der Vorsaison mussten bereits prominente Teams wie Manchester City (1:3), Inter Mailand (1:3) und Sporting CP (0:3) Niederlagen in Norwegen hinnehmen. Das Wetter dürfte den Gästen aus Deutschland immerhin in die Karten spielen, da Mitte Oktober bei regnerischen sieben Grad noch keine extremen Minustemperaturen wie im norwegischen Frühjahr herrschen.
Borussia Dortmund kämpft in der Fremde auf internationalem Parkett jedoch mit Problemen. Die vergangenen Auswärtsauftritte in der Königsklasse gegen Manchester City (1:4), Tottenham Hotspur (0:2) und Atalanta Bergamo (1:4) gingen deutlich verloren. Am Mittwoch steht das 92. Auswärtsspiel des BVB in der Champions League an. Bislang verbuchten die Schwarz-Gelben 40 Siege, 19 Remis sowie 32 Niederlagen und hoffen nun auf die dringend benötigte Trendwende.
Der VfB Stuttgart reist mit ordentlich Rückenwind in die Slowakei. Nach einem 2:0-Erfolg beim SC Paderborn in der heimischen Liga peilt die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß den nächsten internationalen Sieg an. Der Kaderwert der Stuttgarter übersteigt mit 399,5 Millionen Euro den des Gegners um das Zehnfache, da Slovan Bratislava auf lediglich 38 Millionen Euro taxiert wird. In den vergangenen 16 Jahren bestritten die Schwaben exakt vier Auswärtsspiele in der Königsklasse. Der bis dato letzte Auftritt war ein 3:1-Erfolg in Bratislava im Januar 2025.
Die Gastgeber erlebten hingegen einen denkbar schlechten Start in die aktuelle Saison. Das Team des Trainers Yaya Touré kassierte am ersten Spieltag eine 1:6-Niederlage bei Paris Saint-Germain. Die historische Heimbilanz in der Königsklasse macht den Slowaken wenig Mut, da sie in der Spielzeit 2024/25 all ihre vier Heimspiele vor eigenem Publikum verloren. Für die Stuttgarter bietet sich somit eine hervorragende Gelegenheit, die eigene Auswärtsbilanz aufzupolieren. Die Begegnungen beider Bundesligisten werden exklusiv beim Streamingdienst DAZN übertragen.
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