Nach dem Wirbel um seine vorzeitige Abreise von der portugiesischen Nationalmannschaft hat Cristiano Ronaldo sein Schweigen gebrochen. Der 41-jährige Superstar veröffentlichte am Dienstagabend ein ausführliches Statement und schilderte die Ereignisse aus seiner Sicht. Dabei enthüllte er auch bislang unbekannte Rücktrittspläne nach der Weltmeisterschaft 2026 in den USA.

Die Hintergründe der vorzeitigen Abreise

Portugals Rekordspieler hatte das Lager der Auswahlmannschaft unter der Woche verlassen. Zuvor kam der Angreifer beim 2:1-Sieg im Hinspiel in Norwegen nicht zum Einsatz. Für die anschließende Partie in Dänemark, die Portugal mit 4:2 gewann, war er laut Trainerentscheidung nicht für die Startelf vorgesehen. Nationaltrainer Jorge Jesus spielte den Vorfall jedoch herunter und sprach im Anschluss von einem leicht zu klärenden Missverständnis.

Jesus, der Ronaldo in der vergangenen Saison bei Al-Nassr in Saudi-Arabien zur Meisterschaft führte, ließ die Tür für eine Rückkehr im November ausdrücklich offen. Die Entscheidung liege allerdings nicht beim Trainerteam allein. „Ich weiß nicht, was passieren wird. Cris ist derjenige, der entscheiden wird“, schilderte der Coach den Stand der Dinge.

Geheimer Rücktrittsbrief und Belastungssteuerung

Ronaldos nun veröffentlichte Erklärung, aus der die portugiesische Zeitung „Record“ zitiert, zeichnet ein detailliertes Bild der Absprachen. Demnach stand der Angreifer bereits im Sommer vor dem Ende seiner internationalen Karriere.

„Nach der Weltmeisterschaft 2026 verfasste ich einen Brief an die Portugiesen – den ich bis heute aufbewahre –, der die Worte enthielt, die ich an sie richten wollte. Am Ende des Turniers, noch auf dem Rückflug aus den USA, bat mich der Verbandspräsident eindringlich, meine Entscheidung zum Abschied zu überdenken.“

Auch die umstrittene Nicht-Berücksichtigung in Skandinavien war offenbar Teil eines vorherigen Plans. Der Offensivspieler erklärte, dass er sich vor der aktuellen Saison mit dem neuen Trainer Jorge Jesus in der „Cidade do Futebol“ getroffen habe. Dort stellte der Coach einen Plan vor, der aus Gründen der körperlichen Belastungssteuerung drei bis vier Wechsel pro Spiel vorsah. Dabei brachte Jesus laut Ronaldo selbst die Möglichkeit ins Spiel, den Rekordtorschützen nicht mit nach Norwegen und Dänemark reisen zu lassen. Ob der 41-Jährige bei den kommenden Länderspielen im November wieder im Kader steht, bleibt vorerst offen.

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