Per Mertesacker verhandelt mit DFB über Posten als Geschäftsführer
Per Mertesacker bestätigt Verhandlungen mit dem DFB. Der Weltmeister könnte als Geschäftsführer auf Andreas Rettig folgen.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der österreichische Konzern Red Bull treffen sich am heutigen Dienstag in München zu entscheidenden Gesprächen. Im Fokus des Gipfeltreffens steht die Zukunft von Jürgen Klopp. Der 59-Jährige soll neuer Bundestrainer werden, steht jedoch aktuell noch als „Head of Global Soccer“ unter Vertrag.
Zwischen dem Verband und dem Erfolgscoach herrscht nach DFB-Angaben bereits weitgehende Einigkeit über die wesentlichen Eckpunkte einer Zusammenarbeit. Klopp soll auf den zurückgetretenen Julian Nagelsmann folgen. Die große Hürde bleibt jedoch das bestehende Arbeitspapier des Ex-Dortmunders, das ihn eigentlich noch bis 2029 an das Sport-Imperium bindet. Bei den Verhandlungen in der bayerischen Landeshauptstadt geht es nun um die genauen Modalitäten einer Vertragsauflösung und mögliche finanzielle Entschädigungen für die vorzeitige Freigabe.
Ein zentraler Streitpunkt der Verhandlungen ist die zukünftige Verbindung zwischen Klopp und seinem aktuellen Arbeitgeber. Um dem DFB eine millionenschwere Abfindung zu ersparen, stand laut „Bild“-Informationen im Raum, dass der künftige Nationaltrainer weiterhin als Markenbotschafter für den Energydrink-Giganten fungieren könnte. Sky und der kicker dementierten dieses Modell jedoch vehement: Red Bull wünsche sich lediglich, hin und wieder auf die Expertise des Fußballfachmanns zurückgreifen zu können.
Selbst das Gerücht einer möglichen Doppelrolle sorgt verbandsintern bereits für reichlich Zündstoff. Nach Recherchen des Sport-Informations-Dienstes (SID) befürchten mehrere Präsidenten der 21 Landesverbände eine zu enge Verzahnung mit dem Konzern. Kritiker warnen vor potenziellen Interessenskonflikten und stellen öffentlich die Frage, ob der neue starke Mann an der Seitenlinie unter diesen Umständen wirklich unabhängig agieren könne.
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