DFL vergrößert Meisterschale: FC Bayern München greift nach dem Titel
Vor dem möglichen Titelgewinn des FC Bayern München hat die DFL die Meisterschale mit einem neuen Außenring vergrößert.
Der deutsche Profifußball verliert im internationalen Vergleich drastisch an Boden. DFL-Geschäftsführer Dr. Marc Lenz offenbart in der neuen ARD-Dokumentation „Inside Fußball“ eine alarmierende Zahl: Der Bundesliga sind in den vergangenen zehn Jahren rund 15 Milliarden Euro an potenziellem Kapital entgangen.
Während die deutsche Eliteklasse beim reinen Umsatz noch immer äußerst wettbewerbsfähig ist, klafft bei den Investitionen ein gewaltiges Loch. Der Grund dafür liegt laut Lenz auf der Hand: Die in Deutschland tief verwurzelte 50+1-Regel schreckt externe Geldgeber ab. Die Konsequenz ist auf dem Transfermarkt schmerzhaft spürbar. Das dringend benötigte Kapital fließt in andere europäische Top-Ligen, allen voran in die englische Premier League. Dort sorgen exorbitante TV-Gelder und Investoren-Millionen für Kader, mit denen deutsche Klubs kaum noch auf Augenhöhe konkurrieren können.
Die finanzielle Diskrepanz wirkt sich direkt auf die Strahlkraft der Liga aus. Immer häufiger verliert das deutsche Oberhaus seine größten Attraktionen an zahlungskräftigere Konkurrenten. Ob Ausnahme-Stürmer wie Erling Haaland, Offensiv-Künstler wie Kai Havertz oder aufstrebende Nationalspieler – der Weg führt unweigerlich auf die Insel. Die heimische Liga wandelt sich dadurch zunehmend zu einer reinen Ausbildungsliga, in der Top-Talente reifen, bevor sie für viel Geld weiterziehen.
Diese harten Zahlen heizen die Diskussion um die umstrittene 50+1-Regel weiter an. Sie gilt als zentrales Merkmal des deutschen Fußballs, begrenzt den Einfluss externer Geldgeber und sichert die Stimmenmehrheit der Vereinsmitglieder. Führende Köpfe des FC Bayern München brachten zuletzt eine Abschaffung ins Spiel, um international den Anschluss nicht zu verlieren. Kontra gibt es unter anderem aus Hessen: Eintracht-Vorstandschef Axel Hellmann warnt eindringlich davor, die Seele des Spiels zu verkaufen. Ein kurzfristiges, durch Investoren finanziertes Mithalten auf dem Markt würde unweigerlich in einem Ausverkauf der Liga enden. Beleuchtet wird dieser sportpolitische Machtkampf in der dreiteiligen WDR-Reihe „Inside Fußball – Wer kauft das Spiel?“, die ab dem 18. April in der ARD Mediathek abrufbar ist.
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