Nach dem Aus von Sportvorstand Markus Krösche bahnt sich bei Eintracht Frankfurt eine personelle Neuausrichtung in der Chefetage an. Der Schweizer Christoph Spycher gilt als Top-Kandidat für die Nachfolge, während auch die Zukunft von Sportdirektor Timmo Hardung auf dem Prüfstand steht.

Favorit Spycher zeigt sich gesprächsbereit

Wie der TV-Sender „Sky“ berichtet, verdichten sich die Anzeichen auf eine Verpflichtung von Christoph Spycher. Eine endgültige Entscheidung über das Erbe von Krösche soll in den kommenden Wochen fallen. Der 48-Jährige ist nach Informationen der Zeitung „Blick“ inzwischen offen für einen Wechsel von den Young Boys aus Bern in die deutsche Bundesliga.

Eine erste Anfrage der Hessen Mitte September hatte Spycher offenbar noch abgelehnt. Nach der am vergangenen Wochenende vollzogenen Trennung von Krösche intensivierte die Eintracht ihre Bemühungen. Das erneute Interesse brachte den Schweizer dem Vernehmen nach ins Grübeln. Vorstandssprecher Axel Hellmann leitet die sportlichen Geschicke der Frankfurter bis zu einer Lösung interimsweise.

Vorstand fordert klares Bekenntnis von Hardung

Ein besonderer Fokus liegt bei dem Bundesligisten auf Sportdirektor Timmo Hardung. Sein Verbleib wird voraussichtlich eng mit der Wahl des neuen Sportchefs verknüpft sein, der bei dieser Personalie ein Mitspracherecht erhalten soll. Da Hardung als enger Vertrauter von Krösche gilt, hält „Sky“ auch ein gemeinsames Engagement des Duos bei einem neuen Klub für denkbar.

Hellmann verlangt von den verbleibenden Mitarbeitern, dass sie zu 100 Prozent für den Neuanfang brennen, und plant umfassende Personalgespräche. Über Hardung äußerte sich der Interimschef jüngst positiv:

„Ich hatte den Eindruck, dass er total brennt und auch klare Vorstellungen davon hat, wie er die Aufgabe angehen wird. Auch während der Übergangsphase unter meiner Führung.“

Gleichzeitig machte Hellmann deutlich, dass er klare Verhältnisse erwartet. Sollte es in den Gesprächen unüberbrückbare Differenzen geben, erwarte er von dem Sportdirektor ein professionelles und frühzeitiges Signal. In diesem Fall werde die Vereinsführung keine Kompromisse eingehen und den Umbruch konsequent fortsetzen.

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