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Der FC Arsenal hat im Kampf um die Meisterschaft der Premier League einen enorm wichtigen 1:0-Sieg gegen Newcastle United eingefahren. Überschattet wurde der knappe Heimerfolg der Londoner jedoch von einer erneuten Verletzung des deutschen Nationalspielers Kai Havertz, der das Spielfeld bereits in der ersten Halbzeit verlassen musste.

Starker Auftakt: Havertz bereitet Führungstreffer vor

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Bereits in der neunten Spielminute zappelte der Ball im Netz der Gäste. Eberechi Eze brachte die Hausherren sehenswert in Führung. Dem Tor ging eine clevere Eckball-Variante voraus: Arsenal führte den Standard kurz aus, ehe Havertz den Ball überlegt auf Eze zurücklegte. Der englische Nationalspieler zögerte nicht lange und jagte das Leder aus rund 18 Metern unhaltbar in den Winkel. Für Havertz war diese Vorlage erst der dritte Scorerpunkt in der laufenden Liga-Saison – eine Statistik, die vor allem auf seine geringe Spielzeit aufgrund diverser Ausfälle zurückzuführen ist.

Verletzungspech reißt nicht ab: Bangen um den DFB-Stürmer

Nach gut einer halben Stunde folgte dann der schmerzhafte Bruch im Spiel des Ex-Leverkuseners. In der 33. Minute setzte sich der 26-Jährige am Mittelkreis auf den Rasen und griff sich an den Oberschenkel. Eine Auswechslung war unausweichlich. Der erneute Rückschlag ist besonders bitter: Erst eine schwere Knieverletzung im vergangenen August und anschließend eine Muskelblessur im Februar hatten den Offensivmann immer wieder ausgebremst. Arsenal-Trainer Mikel Arteta gab sich auf der anschließenden Pressekonferenz zwar vorsichtig optimistisch und hoffte, dass keine schwere strukturelle Verletzung vorliegt, verwies jedoch auf die anstehenden medizinischen Untersuchungen.

Die Bilder aus London dürften auch bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für Sorgenfalten sorgen. Nachdem mit Serge Gnabry bereits eine wichtige Offensivkraft für die anstehende Weltmeisterschaft ausfällt, zittert der DFB nun um seinen gesetzten Stürmer. Havertz stand nach seiner extrem langen Leidenszeit zuletzt gegen die Schweiz und Ghana wieder in der deutschen Startelf und zeigte aufsteigende Form.

Schwache zweite Hälfte reicht Arsenal zur Tabellenführung

Sportlich geriet der Sieg der Gunners nach der verletzungsbedingten Auswechslung kaum noch in Gefahr, auch wenn das Team von Arteta offensiv deutlich an Schwung verlor. Newcastle hatte zwar in der Anfangsphase durch Bruno Guimaraes und einen gefährlichen Distanzschuss von Sandro Tonali, den Arsenal-Keeper David Raya stark parierte (30.), gute Gelegenheiten, blieb im zweiten Durchgang aber blass. Das Spiel verflachte zunehmend.

Erst in der Schlussphase blitzte noch einmal Gefahr auf, als der eingewechselte Nick Woltemade einen traumhaften Lupfer auf Yoane Wissa spielte. Dieser ließ die einzige Großchance auf den Ausgleich in der 80. Minute jedoch ungenutzt. Durch den knappen Heimsieg baut Arsenal seinen Vorsprung an der Tabellenspitze vorübergehend wieder auf drei Punkte aus. Der direkte Konkurrent Manchester City war an diesem Wochenende im FA-Cup gebunden und löste dort gegen den FC Southampton (2:1) das Finalticket.

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