Der FC Augsburg trifft am Samstagnachmittag in der heimischen WWK Arena auf den FC Bayern München. Obwohl die Schwaben in der Vergangenheit mehrfach als Favoritenschreck auftraten, warnt FCA-Trainer Manuel Baum vor falschen Hoffnungen aus der Historie. Stattdessen setzt der Tabellenvierte auf das Selbstvertrauen des besten Saisonstarts der Vereinsgeschichte.

Vergangene Erfolge zählen nicht

Fünf Siege in den vergangenen 25 Bundesliga-Duellen sprechen eine beachtliche Sprache. Dreimal fügten die Augsburger dem Rekordmeister sogar die erste Saisonniederlage zu, zuletzt am 19. Spieltag der Spielzeit 2025/26 mit einem 2:1-Erfolg in München. Doch für Manuel Baum sind diese Zahlen vor dem kommenden Aufeinandertreffen wertlos.

Der 47-jährige Cheftrainer verwies auf der Pressekonferenz auf den großen personellen Umbruch seiner Mannschaft. „Wenn ich mir die Fünferkette von unserem letzten Sieg anschaue: Dimitrios Giannoulis, Keven Schlotterbeck, Arthur Chaves und Cedric Zesiger sind weg, Robin Fellhauer hat damals auf der rechten Seite gespielt. Solche Vergleiche hinken“, stellte Baum klar.

Kampfsport-Mentalität gegen den Rekordmeister

Anstatt sich auf frühere Glanzleistungen zu berufen, richtet der Übungsleiter den Blick auf die eigene Entwicklung. Mit sieben Punkten aus vier Spielen und einer Tordifferenz von +5 legte der Klub den besten Start seiner Geschichte hin. Aktuell steht Augsburg auf dem vierten Tabellenplatz, nur drei Zähler hinter dem ungeschlagenen Tabellenzweiten aus München.

Um gegen die Startruppe zu bestehen, bedient sich Baum einer Weisheit aus dem Kampfsport: „Wenn man nur auf die Schlagkraft des Gegners schaut, hat man eh schon verloren.“ Die reine Analyse des Kontrahenten greife zu kurz, da die Münchner auf alles personell und taktisch reagieren könnten. Besonders Offensivspieler Michael Olise präsentiert sich derzeit in Topform und dürfte die neu formierte Augsburger Defensive vor erhebliche Herausforderungen stellen. Entsprechend lautet Baums Vorgabe für Samstag: „Wir müssen schauen, was von uns am besten auf den Gegner passt.“

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