Joshua Kimmich steht nach durchwachsenen Auftritten in der deutschen Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp in der Kritik. Nun stellt sich sein ehemaliger Mitspieler Dominik Kaiser schützend vor den 31-jährigen Kapitän der DFB-Auswahl und des FC Bayern München.

Wachsende Kritik unter Bundestrainer Jürgen Klopp

Der DFB-Kapitän erlebte in den ersten beiden Länderspielen der neuen Ära unter Jürgen Klopp einen schweren Stand. Nach einem schwachen Auftritt bei der 0:1-Niederlage gegen Griechenland mehrten sich die kritischen Stimmen von Experten. Die Debatte verschärfte sich weiter, als die Nationalmannschaft in den anschließenden zwei Partien ohne den Münchner merklich besser agierte.

Dominik Kaiser kann die aufkommende Diskussion um den 31-Jährigen jedoch nicht nachvollziehen. Im Interview mit „Absolut Fussball“, aus dem das Portal Sport.de zitiert, verweist der ehemalige Leipziger auf die enorme Konstanz des Mittelfeldspielers. Kimmich habe über mindestens ein Jahrzehnt bewiesen, dass er sowohl der Nationalmannschaft als auch dem FC Bayern auf allerhöchstem Niveau helfen könne.

Kaiser lobt den unbändigen Willen des Bayern-Stars

Zwar räumte Kaiser ein, dass Kimmich bei der Pleite gegen die Griechen „keine überragende Leistung“ gezeigt habe. Er betonte jedoch, dass der gebürtige Rottweiler dies selbst am besten wisse. Der Ex-Profi traut seinem ehemaligen Weggefährten uneingeschränkt zu, sich mit seiner Qualität weiterhin in der Startelf zu behaupten.

Eine baldige Wachablösung im Zentrum der Nationalmannschaft erwartet Kaiser daher nicht. Für ihn bleibt der Bayern-Routinier der unumstrittene Kapitän und Stammspieler im DFB-Trikot. Schon in jungen Jahren sei Kimmichs Drang spürbar gewesen, unangenehme Situationen auf dem Feld durchzustehen und Spiele durch reinen Einsatzwillen an sich zu reißen.

Führungsrolle bleibt vorerst unangetastet

Genau diese Mentalität sieht Kaiser als unverzichtbar an. Der deutsche Fußball brauche laut dem Ex-Leipziger Akteure mit einer derartigen Einstellung, die Mannschaften in schwierigen Phasen stabilisieren. Kimmich habe der Nationalmannschaft und dem Rekordmeister in der Vergangenheit genau damit durch kritische Momente geholfen.

Ob Kimmich in den anstehenden Länderspielen unter Klopp wieder auf dem Platz das Kommando übernimmt, bleibt abzuwarten. Beim FC Bayern ist er in den kommenden Wochen als Anführer ohnehin stark gefordert, um die Defensive der Münchner nach Rückschlägen wie dem 3:3 in Stavanger schnell wieder zu ordnen.

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