Nach den jüngsten Diskussionen um seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft meldet sich Joshua Kimmich zu Wort. Der DFB-Kapitän schickte nach dem 2:2 des FC Bayern München beim FC Augsburg am Samstag eine deutliche Botschaft an Bundestrainer Jürgen Klopp. Der Mittelfeldspieler pocht auf seine beständige Qualität und reklamiert weiterhin eine zentrale Führungsrolle für sich.

Klare Kommunikation auf der Trainerbank

Die abgelaufene Länderspielphase hatte rund um den Kapitän eine kontroverse Dynamik entwickelt. Jürgen Klopp berief Kimmich lediglich für die ersten beiden Begegnungen in sein Aufgebot. In der Folge nutzten aufstrebende Talente wie Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof ihre Einsatzzeiten im Zentrum. Kimmich hatte nach dem Ausfall von Jamal Musiala kurzzeitig auf eine längere Kaderzugehörigkeit gehofft, nahm die Entscheidung des Trainers jedoch professionell auf. Der Bundestrainer habe die Maßnahme von Beginn an transparent erläutert.

Der 31-Jährige wies Spekulationen über mangelnde Rückendeckung durch Klopp entschieden zurück. Stattdessen vertraut der Münchner auf seine eigene Leistungsfähigkeit im Vereinsalltag. „Am Ende spielen immer die Besten. Die letzten zehn Jahre ist es mir ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören“, erklärte Kimmich nach dem Remis in Augsburg. Er betonte, dass er weiterhin jeden Tag hart arbeite, um seinen Platz in der Elite zu festigen. Die aufgekommene Debatte um seine Person und die neue Konkurrenz im Mittelfeld stören ihn dabei nicht.

Rückendeckung vom Rekordmeister

Während beim DFB neue Konkurrenten drängen, bleibt Kimmichs Status an der Säbener Straße unangetastet. Max Eberl wies die öffentliche Kritik an seinem Schützling scharf zurück. „Ich habe verfolgt, dass seine Qualitäten infrage gestellt wurden, und das finde ich absolut absurd“, stellte der Sportvorstand klar. Eberl lobte den Mittelfeldakteur als herausragenden Spieler und unverzichtbaren Anführer, der stets vorneweg gehe.

Kimmich selbst ordnet die Situation nüchtern ein, da er die Mechanismen des Profigeschäfts genau kennt. Sein alleiniger Fokus liegt nun darauf, im Drei-Tage-Rhythmus konstante Leistungen für den FC Bayern abzuliefern. Gelingt ihm das, dürfte er seinen Stammplatz auch im DFB-Trikot verteidigen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie der Bundestrainer die personelle Situation im Kader künftig moderiert.

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