Wie das Portal Sport.de berichtet, hat Uli Hoeneß seinen langjährigen Weggefährten Karl-Heinz Rummenigge als idealen Kandidaten für das Amt des FIFA-Präsidenten ins Spiel gebracht. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) sucht aktuell nach einem Herausforderer für Amtsinhaber Gianni Infantino, da die Nominierungsfrist am 18. November abläuft. Bislang gibt es keinen offiziellen Gegenkandidaten.

Hoeneß schwärmt von Rummenigge

In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ betonte das langjährige Oberhaupt des FC Bayern München die Qualitäten seines ehemaligen Kollegen. „Er wäre der ideale Mann. Ich würde ihn sofort wählen. International wird er enorm geschätzt“, sagte Hoeneß über den ehemaligen Vorsitzenden der European Club Association.

Hoeneß schränkte die Aussichten auf eine tatsächliche Kandidatur allerdings sofort wieder ein. Als Hauptgrund nannte er das Alter, da Rummenigge zum Zeitpunkt der Wahl bereits 72 Jahre alt wäre. Auch familiäre Aspekte sprächen dagegen, denn Rummenigges Frau würde über ein solches Amt laut Hoeneß nicht gerade jubeln.

UEFA verlangt Antworten von Infantino

Während der europäische Verband weiter ohne Personalie dasteht, wächst der Druck auf den amtierenden Präsidenten. Die UEFA hat Anfang der Woche einen Katalog mit 42 Fragen an Gianni Infantino geschickt. Dabei geht es um die Aufklärung möglicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen zur Familie des US-Präsidenten Donald Trump.

Ein weiterer Streitpunkt ist der Versuch, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Infantino zeigte sich am Rande eines Turniers in Baku gesprächsbereit und versprach, alle gestellten Fragen im Rahmen des Verfahrens zu beantworten. Der 56-Jährige betonte gleichzeitig seine generelle Bereitschaft zur Versöhnung mit der UEFA.

Politischer Rückhalt aus Asien

Trotz der europäischen Kritik festigt der Schweizer seine Machtposition im Weltfußball. Am Freitag gab der asiatische Verband AFC bekannt, sich uneingeschränkt hinter Infantino zu stellen. Diese Kehrtwende stärkt den Amtsinhaber massiv, da die AFC zuvor noch die Positionen der UEFA und des nord- und mittelamerikanischen Verbandes Concacaf unterstützt hatte.

Die Entscheidung über die FIFA-Präsidentschaft fällt im kommenden Jahr im marokkanischen Rabat. Da Infantino aktuell der alleinige Kandidat ist und das Zeitfenster für Nominierungen in wenigen Wochen schließt, steht der europäische Verband nun unter enormem Zugzwang.

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