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Der FC Bayern München hält auch in der kommenden Saison an seinem ungewöhnlichen Torwart-Modell fest. Cheftrainer Vincent Kompany hat das geplante Jobsharing zwischen Stammkeeper Manuel Neuer und Herausforderer Jonas Urbig nun deutlich gegen öffentliche Kritik verteidigt.

Interne Kommunikation statt externer Kritik

Am Rande des 3:1-Sieges beim Telekom Cup gegen RB Leipzig fand der Belgier am Mikrofon von ‚MagentaTV‘ klare Worte. Die externe Diskussion sei nicht seine Priorität, betonte der Coach. Vielmehr hob er die transparente interne Absprache hervor: „Wir haben von Anfang an super deutlich mit Manuel und Jonas Urbig kommuniziert.“

Dabei unterstrich Kompany die klare Hierarchie im Münchner Tor. Der erfahrene Weltmeister von 2014 bleibt unangefochten die Nummer eins. Gleichzeitig sieht der Trainerstab die Einsatzzeiten für den jungen Keeper als essenziellen Baustein für dessen Entwicklung, damit dieser in Zukunft die gewohnte Sicherheit im Bayern-Tor garantieren kann. Für den Rekordmeister sei dies laut Kompany eine rundum gute Konstellation.

Der designierte Thronfolger drängt ins Rampenlicht

Die Torwart-Thematik gewinnt zusätzlich an Relevanz, da der langjährige Kapitän zuletzt selbst andeutete, dass sein Karriereende nahen könnte. Um einen harten sportlichen Schnitt zu vermeiden, sprang Urbig bereits in der abgelaufenen Spielzeit regelmäßig ein und verzeichnete beachtliche 20 Einsätze. Das Ziel der sportlichen Führung: Der designierte Nachfolger soll noch stärker gefordert werden und zunehmend auch in entscheidenden Partien zwischen den Pfosten stehen. So soll sich der Youngster an den immensen Druck im Münchner Umfeld gewöhnen.

DFB-Erfahrung trotz Teilzeit-Rolle

Obwohl es von außen immer wieder kritische Stimmen zum Jobsharing gibt – schließlich wäre ein 22-jähriges Talent bei vielen anderen Klubs unumstrittener Stammspieler – gibt der Erfolg dem Plan bisher recht. Trotz seiner Backup-Rolle spielte sich das Torwart-Talent bereits in den Fokus der Nationalmannschaft. Im März 2026 belohnte der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann diese Entwicklung mit der ersten Nominierung für das DFB-Team. Auch wenn er bei der WM 2026 offiziell nicht zum Turnierkader zählte, durfte er als Trainingstorhüter wertvolle internationale Erfahrungen auf höchstem Niveau sammeln.

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