Nach den feststehenden Abschieden von Leon Goretzka und Raphael Guerreiro bahnt sich beim FC Bayern München der nächste namhafte Abgang an. Innenverteidiger Min-Jae Kim weckt konkretes Interesse bei Juventus Turin und könnte den deutschen Rekordmeister noch in diesem Sommer verlassen, da er mit seiner aktuellen Einsatzzeit unzufrieden ist.

Juventus Turin lockt: Folgt die Rückkehr in die Serie A?

Wie die italienische Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ berichtet, hat die Alte Dame bereits Kontakt zu den Münchner Verantwortlichen aufgenommen, um die Möglichkeiten eines Transfers auszuloten. Ein Wechsel nach Norditalien wäre für den südkoreanischen Nationalspieler eine Rückkehr in vertraute Gefilde. In der Serie A feierte der Abwehrhüne seine bislang größten Erfolge, als er 2023 gemeinsam mit Coach Luciano Spalletti für die SSC Neapel den italienischen Meistertitel errang. Spalletti soll Kim nun auch als absoluten Wunsch-Transfer für das Projekt bei Juventus auserkoren haben.

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Trotz seines noch bis 2028 laufenden Vertrags strebt der Defensivspezialist einen vorzeitigen Abschied von der Säbener Straße an. In seinen drei Jahren im Dress der Münchner absolvierte Kim beachtliche 110 Pflichtspiele, erzielte dabei fünf Treffer und bereitete drei weitere vor. Dennoch reicht ihm die Rolle als Edeljoker unter den aktuellen sportlichen Voraussetzungen nicht mehr aus.

Ablösesumme und Mega-Gehalt als entscheidende Hürden

Der FC Bayern München zeigt sich in der Personalie durchaus gesprächsbereit und würde seinem Verteidiger bei passenden Rahmenbedingungen keine Steine in den Weg legen. Allerdings fordern die Verantwortlichen für einen permanenten Wechsel eine fixe Ablösesumme von mindestens 30 Millionen Euro. Ein Leihgeschäft schließen die Münchner kategorisch aus. Zur Erinnerung: Einst überwies der FC Bayern noch satte 50 Millionen Euro an Neapel, um sich die Dienste des begehrten Defensivmannes zu sichern.

Die Verhandlungen könnten sich jedoch als zäh erweisen. Juventus Turin versucht derzeit, die geforderte Ablösesumme spürbar zu drücken. Erschwerend kommt das fürstliche Salär des Spielers hinzu. Wie Transfer-Experte Fabrizio Romano bereits im vergangenen Herbst berichtete, streicht der Ex-Neapolitaner in München ein Nettogehalt von acht bis neun Millionen Euro inklusive Prämien ein. Dieses hohe Gehaltsgefüge gilt als potenzieller Hemmschuh für den Deal, weshalb die Italiener darauf hoffen, auch die Bezüge des Innenverteidigers noch nach unten korrigieren zu können.

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