Manuel Neuer hat beim 2:0-Sieg des FC Bayern München gegen Atlético Madrid einen historischen Meilenstein erreicht. Der Torhüter absolvierte sein 164. Spiel in der Champions League, doch der Einsatz stand bis zur letzten Minute auf der Kippe.

Tägliche Schmerzen und ein eiskalter Pool

Wie der 40-Jährige nach der Partie bei „Amazon Prime“ verriet, plagten ihn im Vorfeld gravierende körperliche Probleme. „Es war keine leichte Situation für mich in den vergangenen Tagen und Wochen“, erklärte Neuer und fügte hinzu, dass er jeden Tag Schmerzen beim Gehen gehabt habe. Die finale Entscheidung über seinen Einsatz fiel erst beim Aufwärmen vor dem Anpfiff in Madrid.

Um überhaupt auf dem Platz stehen zu können, griff der Kapitän zu ungemütlichen Maßnahmen. Auf der Dachterrasse des Teamhotels kühlte er seinen Fuß in einem Pool bei 14 Grad Wassertemperatur. Die medizinische Abteilung der Münchner arbeitete intensiv an seiner Einsatzfähigkeit, was sich am Ende auszahlte. „Nach und nach wurde es auch immer besser“, bilanzierte die Torhüter-Ikone.

Historischer Meilenstein und Traum vom Finale

Mit seinem Einsatz überholte der Weltmeister von 2014 sowohl Thomas Müller als auch Lionel Messi, die beide bei 163 Partien in der Königsklasse stehen. Vor ihm rangieren in der ewigen Bestenliste des Wettbewerbs nur noch Iker Casillas (177) und Cristiano Ronaldo (183). Für den Routinier ist dieser Rekord nach zahlreichen Verletzungspausen in seiner Karriere ein ganz besonderer Moment.

Der Austragungsort des jüngsten Erfolgs birgt für den deutschen Rekordmeister eine zusätzliche Motivation. Das Estadio Metropolitano ist am 5. Juni 2027 Schauplatz des kommenden Endspiels. Da im Sommer voraussichtlich sein Karriereende ansteht, hofft Neuer auf eine Rückkehr in die spanische Hauptstadt für sein potenziell letztes Spiel als Profi. Der Sieg bei Atlético sei dafür „vielleicht ein gutes Omen“.

Verwandte Beiträge