Der FC Schalke 04 steckt nach einem schwachen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga im Tabellenkeller fest. Mit lediglich vier Toren aus sieben Spielen stellt der Aufsteiger die schwächste Offensive der Liga. Nach dem jüngsten torlosen Remis beim 1. FC Köln schlagen die Vereinslegenden Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik Alarm und fordern personelle Verstärkungen für den Kader.

Ladehemmung im Sturm: Prominente Namen ohne Treffer

Nach nunmehr vier sieglosen Partien in Serie rutschen die Königsblauen immer tiefer in die Abstiegszone. Während die Defensive um die beiden in Köln wegen Kopfverletzungen ausgewechselten Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi weitgehend stabil steht, herrscht im Angriff Flaute. Seit dem Aufstieg wartet die Mannschaft auf das erste Stürmertor.

Selbst klangvolle Namen konnten die Abschlussschwäche bislang nicht beheben. Spieler wie Kenan Karaman, Moussa Sylla, Edin Dzeko, Junior Adamu und Hee-chan Hwang blieben in der laufenden Spielzeit ohne eigenen Treffer. Diese enttäuschende Ausbeute ruft nun die prominenten Kritiker auf den Plan.

Fischer fordert Neuzugänge: „Da muss irgendwas passieren“

Im „Fussball Legenden Talk“ wandte sich Klaus Fischer direkt an die Führungsetage des Revierklubs. „Da muss jetzt von der Führung her irgendwas passieren“, betonte der 76-Jährige. Angesichts der anhaltenden Torflaute scheint der einstige Torjäger das Vertrauen in das vorhandene Personal zu verlieren.

Fischer brachte deshalb konkrete Maßnahmen für die nächste Wechselperiode ins Gespräch. So empfahl er den Verantwortlichen, einen unzufriedenen Angreifer von einem anderen Verein auszuleihen, der eine gewisse Klasse mitbringt, um die akute Abschlussschwäche kurzfristig zu beheben.

Abramczik kritisiert Kaderbreite vor dem Pokal-Duell

Rüdiger Abramczik bereiten neben der fehlenden Durchschlagskraft vor allem die Breite und Qualität des Kaders große Sorgen. Dem Ex-Profi fehlt der nötige Konkurrenzkampf, da die Ersatzspieler nicht ausreichend Druck auf die etablierten Kräfte ausüben. Beim Auswärtsspiel in Köln fehlten mit Maximilian Wöber, Ron Schallenberg, Kenan Karaman, Moussa Sylla, Dejan Ljubicic und Adrian Gantenbein gleich sechs Profis, was die personellen Engpässe der Mannschaft schonungslos aufdeckte.

„Der Kader ist nicht so groß, dass du drei Stammspieler auswechseln kannst und die, die reinkommen, spielen genauso“, monierte Abramczik. Sobald die Mannschaft viele Stammspieler verliere, werde es sehr eng und jeder Gegner könne das Team schlagen, warnte der 68-Jährige. Am Mittwochabend bietet sich den Schalkern im DFB-Pokal zumindest die Chance auf ein kleines Erfolgserlebnis, wenn ab 18:00 Uhr das Zweitrunden-Duell beim Zweitligisten Dynamo Dresden ansteht.

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