UEFA-Präsident Ceferin schließt Kandidatur gegen FIFA-Chef Infantino aus
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin wird bei der Wahl im März 2027 nicht für das Amt des FIFA-Chefs kandidieren.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge kurzfristig zu einem Krisentreffen geladen. Die außerordentliche Sitzung des Fußball-Weltverbandes soll bereits am heutigen Mittwoch in der marokkanischen Hauptstadt Rabat stattfinden, nachdem der Druck auf den Schweizer zuletzt enorm gewachsen war.
Was genau hinter den verschlossenen Türen besprochen werden soll, ist laut britischen Medien wie der Times, Sky UK und der BBC bislang unklar. Sicher ist jedoch: Der 56-jährige Schweizer steht so stark in der Kritik wie selten zuvor. Spätestens seit dem Scheitern des von ihm vehement vorangetriebenen Investorendeals hat die Unruhe innerhalb der Führungsriege drastisch zugenommen.
Wie dramatisch die Lage für den Verbandsboss ist, zeigte sich am Dienstagmittag. Mit FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström und dem Direktor für globale Fußballförderung, Arsène Wenger, distanzierten sich plötzlich zwei seiner engsten Vertrauten von dem einst unantastbar wirkenden Präsidenten.
Trotz der aufkommenden Gegenwehr denkt der ranghöchste Funktionär des Weltfußballs offenbar nicht an ein vorzeitiges Ende seiner Amtszeit. Auf seinen Social-Media-Kanälen demonstriert er stattdessen Gelassenheit und Stärke, indem er in hoher Schlagzahl Unterstützungsschreiben verschiedener Nationalverbände sowie Erinnerungsfotos vergangener Turniere teilt.
Dass die Krisensitzung in Rabat stattfindet, ist indes kein Zufall. Die Metropole beherbergt den regionalen FIFA-Hauptsitz für Afrika und rückt strategisch immer mehr in den Fokus. Marokko ist Co-Gastgeber der Weltmeisterschaft 2030, zudem wird bereits 2027 in Rabat der 77. FIFA-Kongress samt den nächsten Präsidentenwahlen abgehalten. Erst in der vergangenen Woche hatte sich der Weltverbandschef dort demonstrativ an der Seite des marokkanischen Königs Mohammed VI. präsentiert.
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