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Aleksander Ceferin wird im März 2027 nicht für das Amt des FIFA-Präsidenten kandidieren. Der UEFA-Boss erteilte einer direkten Herausforderung des massiv in der Kritik stehenden Amtsinhabers Gianni Infantino eine klare Absage.

Klare Absage im Podcast: „Ich bin nicht interessiert“

In dem britischen Podcast „The Rest is Politics“ erklärte der 58-Jährige seine Beweggründe für den Verzicht. Zum einen liebe er seine aktuelle Aufgabe bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA), zum anderen stehe die Entscheidung im direkten Zusammenhang mit seiner eigenen Glaubwürdigkeit als scharfer Kritiker der aktuellen FIFA-Führung. Der Slowene steht seit zehn Jahren an der Spitze des europäischen Verbands, seine aktuelle Amtszeit endet ebenfalls im kommenden Jahr.

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Infantino befindet sich in einer historischen Führungskrise. Kürzlich publizierte und nach heftigem Widerstand wieder zurückgenommene Pläne über die weitreichende Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte hatten weltweit für Entrüstung gesorgt. Die massiven Spannungen innerhalb des Weltverbands gipfelten in der beispiellosen Drohung der UEFA, künftig alle FIFA-Wettbewerbe inklusive Weltmeisterschaften zu boykottieren. Selbst nach dem Rückzieher des Weltverbands hielt die UEFA an dieser Warnung fest.

Frist bis November: Wer fordert Infantino in Rabat heraus?

Seit Beginn dieser Auseinandersetzungen haben die beiden Spitzenfunktionäre laut Angaben von Ceferin nicht mehr miteinander gesprochen. Der UEFA-Präsident warf der FIFA vor, sich als Opfer zu inszenieren und zu behaupten, das angeblich arrogante Europa sei gegen sie. Er erinnerte jedoch deutlich daran, dass der Schweizer einst selbst UEFA-Generalsekretär war und bei seinem Aufstieg massiv von den europäischen Verbänden unterstützt wurde.

Die entscheidende Wahl zum FIFA-Präsidenten findet im März 2027 im marokkanischen Rabat statt. Aktuell ist Infantino der einzige Kandidat für die Mehrheitsentscheidung der 211 Mitgliedsverbände. Ceferin hofft nach eigener Aussage, dass dem Amtsinhaber die schwindende Unterstützung bewusst wird und er von sich aus auf eine Wiederwahl verzichtet. Andernfalls werde es mit großer Wahrscheinlichkeit einen Gegenkandidaten geben.

Potenzielle Herausforderer müssen der FIFA bis zur festgelegten Frist am 18. November gemeldet werden. Neben einem möglichen Kandidaten aus Europa gilt auch der kanadische CONCACAF-Präsident Victor Montagliani als Option. Der Verband für Nord-, Mittelamerika und die Karibik bildet gemeinsam mit der UEFA und dem asiatischen Verband AFC eine starke internationale Opposition, die ihre anhaltende Kritik in einer gemeinsamen Erklärung untermauert hat.

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