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Der Weltfußballverband FIFA hat sich von seinem Betriebsdirektor Kevin Lamour getrennt. Vorausgegangen war massive öffentliche Kritik des Funktionärs an den umstrittenen Investorenplänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Lamour hatte den Rauswurf durch seine deutlichen Worte bereits im Vorfeld in Kauf genommen.

Schwere Vorwürfe gegen Infantino wegen WM-Verkauf

Ende Juli sorgten die weitreichenden Pläne der FIFA für ein politisches Beben im Weltfußball. Der Verband beabsichtigte, Anteile an der Weltmeisterschaft für private Investoren zugänglich zu machen. Kevin Lamour, der das Amt des Chief Operating Officer (COO) bekleidete, schlug daraufhin intern und öffentlich Alarm. In einem Schreiben, das der US-Nachrichtenagentur Associated Press vorlag, warf er Gianni Infantino vor, die eigenen Mitarbeiter hintergangen zu haben. Die Belegschaft habe Besseres verdient als Missachtung und Einschüchterung, so der französisch-schweizerische Staatsangehörige.

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Die massiven Proteste zeigten Wirkung: Nachdem auch mehrere Kontinentalverbände, allen voran die UEFA, scharfe Kritik an dem Vorhaben geübt hatten, nahm die FIFA vorerst Abstand von den milliardenschweren Plänen. Für Lamour persönlich hat der Widerstand nun jedoch das vertragliche Ende zur Folge.

Lamour forderte Konsequenzen – und verliert seinen Job

Ein Sprecher der FIFA bestätigte inzwischen das Aus des Betriebsdirektors zum 17. August und bedankte sich formell für die zweijährige Zusammenarbeit. Zu den genauen Umständen der Trennung schwieg der Weltverband offiziell. Lamour, der vor seiner FIFA-Zeit ab 2007 über viele Jahre für die Europäische Fußball-Union tätig war, hatte diesen Schritt jedoch bewusst provoziert.

Er forderte die politischen Entscheidungsträger im Fußball auf, die richtigen Fragen zu stellen und Konsequenzen zu ziehen. Dass ihn dieser mutige Vorstoß seinen Posten kosten würde, war dem Funktionär absolut bewusst. In seiner Erklärung machte er unmissverständlich klar, dass er das Ende seiner Amtszeit für seine Überzeugungen akzeptiert: Wenn das bedeute, dass er seinen Job verliere, dann sei es eben so.

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