Nach der Länderspielpause steht Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga massiv unter Druck. Die Fohlen empfangen den 1. FC Köln am Sonntag zum richtungsweisenden Rhein-Derby. Mit null Punkten aus den ersten vier Spielen und dem neuen Trainer Alexander Blessin an der Seitenlinie soll nun der sportliche Turnaround gelingen.

„Langer Weg“: Blessin feiert Debüt gegen Köln

Der eklatante Fehlstart der Borussia gipfelte vor der Unterbrechung in der Entlassung von Eugen Polanski. Nun übernimmt Alexander Blessin die sportliche Verantwortung beim Tabellenletzten. Präsident Rainer Bonhof sieht die brisante Konstellation gegen den rheinischen Rivalen durchaus positiv. „Bei einem Derby spielt es keine Rolle, wo du in der Tabelle stehst“, erklärte der 74-Jährige auf der Vereinswebsite.

Für die Verantwortlichen am Niederrhein zählt im anstehenden Duell ausschließlich das Ergebnis. Bonhof betonte die enorme Bedeutung der Partie, um endlich in der laufenden Spielzeit Fuß zu fassen. Es gehe nur darum, dieses Spiel mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu gewinnen. Der Vereinsboss schob jedoch umgehend eine Warnung hinterher. Unabhängig vom Resultat am Sonntag liege ein langer Weg vor der Mannschaft.

Schmerzhafte Trennung und Vertrauen in Schröder

Die sportliche Talfahrt zwang die Vereinsführung zuletzt zu harten Entscheidungen. Die Freistellung des bisherigen Cheftrainers fiel den Verantwortlichen dabei schwer. Bonhof bezeichnete den Schritt als schmerzhaft, da man sich von einem „echten Borussen“ getrennt habe. Dennoch seien alle an den internen Diskussionen beteiligten Personen zu dem Schluss gekommen, dass diese Maßnahme zwingend notwendig war.

Trotz der unruhigen Zeiten mit der Roten Laterne strahlt die Führungsetage nach außen hin Gelassenheit aus. Der Fokus liegt nun auf der Arbeit von Sportchef Rouven Schröder. Bonhof sicherte der sportlichen Leitung sein volles Vertrauen zu. Schröder kenne die prekäre Situation genau, spreche Probleme intern wie extern kritisch an und bewahre dabei die nötige Ruhe, um die erhoffte Trendwende herbeizuführen.

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