HSV leiht Sebastiaan Bornauw – Neuer Abwehrchef kommt von Leeds
Der Hamburger SV sichert sich die Dienste von Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw. Er kommt leihweise von Leeds United.
Der dienstälteste Profi räumt seinen Spind: Nico Elvedi verlässt Borussia Mönchengladbach nach elf Jahren und wechselt mit sofortiger Wirkung in die englische Premier League zu Leeds United. Der 29-jährige Schweizer Nationalspieler unterschreibt auf der Insel einen langfristigen Vertrag bis 2029.
Für den pfeilschnellen und verlässlichen Innenverteidiger kassiert die Borussia eine marktwertgerechte Ablöse. Dem Vernehmen nach fließen zunächst fixe acht Millionen Euro nach Mönchengladbach. Durch leistungsbezogene Boni kann diese Summe um weitere zwei Millionen Euro ansteigen. Zudem sicherte sich der Bundesligist eine Weiterverkaufsklausel in Höhe von 15 Prozent. Mit diesem Deal übersteigen die sommerlichen Transfereinnahmen der Fohlenelf die Marke von 20 Millionen Euro.
In Leeds trifft der Schweizer WM-Fahrer auf einen alten Bekannten: Daniel Farke. Unter dem deutschen Cheftrainer absolvierte er in der Saison 2022/23 bereits 34 Partien für die Borussia. Elvedi ist dabei bereits der sechste Profi aus einer deutschen Liga, den Farke seit seinem Amtsantritt 2023 zu den Peacocks lotst. Er tritt in der Abwehrzentrale die Nachfolge von Sebastiaan Bornauw an, den es kürzlich zum Hamburger SV zog.
Mit dem Abgang des Schweizers endet am Niederrhein eine Ära. Als 18-jähriges Talent kam er 2015 für vier Millionen Euro vom FC Zürich – und entwickelte sich zu einer festen Größe im deutschen Oberhaus. In seinen elf Jahren bestritt der Defensivspezialist beeindruckende 364 Pflichtspiele (19 Tore, 13 Vorlagen) für Mönchengladbach. Damit steht er nicht nur in den Top-10 der ewigen Rekordspieler des Vereins, sondern ist auch der ausländische Profi mit den meisten Einsätzen in der Klubgeschichte.
Gladbachs Sportchef Rouven Schröder fand zum Abschied emotionale Worte und bezeichnete den scheidenden Abwehrchef als echte Borussia-Legende. Er betonte, dass der Verlust sportlich wie menschlich schmerze, man dem ausdrücklichen Wunsch des Spielers nach einer neuen Herausforderung aber aus Respekt für dessen Verdienste entsprechen wollte. Auch der Spieler selbst verabschiedete sich dankbar: Er sei als Teenager ins Ungewisse gestartet und habe in seiner Zeit bei der Borussia unvergessliche Momente erlebt und Freunde fürs Leben gefunden.
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