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In der anhaltenden Führungskrise des Fußball-Weltverbandes werden schwere Vorwürfe gegen Präsident Gianni Infantino laut. Der jordanische Verbandschef Prinz Ali bin al-Hussein beschuldigt die FIFA der offenen Erpressung, da Millionenprämien angeblich als politisches Druckmittel zurückgehalten werden.

Einbehaltene Millionen-Prämien vom Arab Cup

Auslöser des Konflikts sind ausstehende Preisgelder aus dem vergangenen FIFA Arab Cup. Die jordanische Nationalmannschaft erreichte bei dem Turnier das Finale und sicherte sich damit eine Prämie in Höhe von 4,2 Millionen US-Dollar (gut 3,6 Millionen Euro). Doch auf diese Gelder wartet der nationale Verband laut al-Hussein bis heute vergebens.

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Auf der Nachrichtenplattform X machte der jordanische Verbandschef seinem Ärger Luft und erhob schwere Anschuldigungen. Während der Weltmeisterschaft sei ihm demnach mündlich mitgeteilt worden, dass es dem jordanischen Fußballverband sehr helfen würde, wenn er sich politisch hinter Infantino stelle. „Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun“, stellte der Funktionär unmissverständlich klar. Er bezeichnete die Praktiken des Weltverbandes schonungslos als Erpressung und betonte, dass man sich weigere, dieses Spiel mitzumachen.

Alte Rivalen und eine brisante Vorgeschichte

Die Fronten zwischen den beiden mächtigen Männern sind seit Jahren verhärtet. Prinz al-Hussein trat bereits im Jahr 2016 als Gegenkandidat im Rennen um die FIFA-Präsidentschaft an, zog gegen den Schweizer jedoch den Kürzeren. Auch dem vorherigen Amtsinhaber Sepp Blatter war er 2015 bei der Wahl unterlegen. Als ehemaliger Vizepräsident im Exekutivkomitee zwischen 2011 und 2015 kennt der jordanische Funktionär die internen Mechanismen der Organisation bestens.

Für den ohnehin angezählten Gianni Infantino kommen diese Vorwürfe zur Unzeit. Nach dem jüngst geplatzten Investorendeal wächst der Druck auf die Verbandsspitze, und die Spekulationen um ein mögliches Ende der Ära Infantino reißen nicht ab. Besonders bitter stößt al-Hussein auf, dass die Preisgelder blockiert werden, während der Weltverband gleichzeitig mit gewaltigen Milliardenreserven prahlt. Die FIFA hat sich auf eine Anfrage der Sportschau bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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