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Joshua Kimmich greift im Trainingscamp in Winston-Salem nach seinem großen Ziel: dem ersten Titel mit der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem jüngsten 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao präsentiert sich der Kapitän als ehrgeiziger Anführer und agiert auf dem Feld als direkter Stellvertreter von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Der unbedingte Wille zum ersten DFB-Titel

Mit dem FC Bayern München hat der Mittelfeldakteur auf Vereinsebene bereits alles gewonnen, was der Fußball zu bieten hat. Im Trikot mit dem Adler auf der Brust wartet der personifizierte Fokus jedoch noch auf den ersehnten großen Wurf. Zwei schmerzhafte Weltmeisterschaften, die für die Auswahl jeweils bereits nach der Gruppenphase endeten, prägen seine Historie im Nationalteam. Nun soll in den USA endlich die Wende gelingen. Dafür blendet der Familienvater, der täglich mit seiner Frau und den vier Kindern in der bayerischen Heimat telefoniert, alle Nebengeräusche aus.

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Perfektionismus auf dem Platz: Kritik trotz Kantersieg

Dass es dem Taktik-Liebhaber bei dieser Mission rein um den sportlichen Erfolg geht, zeigte sich direkt nach dem dominanten 7:1-Erfolg gegen Curaçao. Anstatt den klaren Sieg überschwänglich zu feiern, legte der Rechtsfuß direkt den Finger in die Wunde. Ähnlich wie einst Torhüter-Legende Oliver Kahn rügte er den einzigen Gegentreffer der Partie. Einem kleinen Gegner dürfe man ein solches Tor schlichtweg nicht gestatten. Die gute Stimmung im Team sei zwar ein wichtiger Faktor, ordne sich am Ende aber bedingungslos den nackten Ergebnissen unter.

Julian Nagelsmanns verlängerter Arm

Diese analytische Herangehensweise bringt dem Anführer intern längst den Ruf eines spielenden Assistenztrainers ein. Mit der Kapitänsbinde am Arm lenkt er das Geschehen und setzt die komplexen Vorgaben seines Trainers präzise um. Themen wie die Absicherung der Restverteidigung beschäftigen ihn dabei weitaus mehr als die Farbe seiner neuen Fußballschuhe von den Ausrüstern oder Begegnungen mit der lokalen Tierwelt in Winston-Salem. Für ihn zählt nur eines: Er will die Spiele dominieren und am Ende endlich einen Pokal in die Höhe stemmen.

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