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Jürgen Klopp ist der neue Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft. Doch beim FC Bayern München drückt Sportvorstand Max Eberl auf die Euphoriebremse. Bei der Vorstellung von Neuzugang Nathanial Brown am Mittwoch machte der Bayern-Boss deutlich, dass der neue Bundestrainer den erhofften Aufschwung nach einer enttäuschenden Weltmeisterschaft nicht im Alleingang bewerkstelligen kann.

Eberl dämpft Erwartungen an den neuen Bundestrainer

Die Ernennung von Jürgen Klopp zum neuen Chefcoach der DFB-Auswahl hat in Fußball-Deutschland eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Max Eberl steht zwar voll und ganz hinter dieser Entscheidung, warnt jedoch vor einer überzogenen Erwartungshaltung. „Jürgen Klopp alleine wird es nicht richten“, stellte der Sportvorstand des deutschen Rekordmeisters unmissverständlich klar.

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Zwar sei der ehemalige Vereinstrainer ein herausragender Fachmann, der in Europa seine enorme Qualität längst nachgewiesen habe und genau wisse, wie er Spieler zum Erfolg führe. Dennoch wies Eberl auf die veränderten Rahmenbedingungen hin: „Ein Verbandstrainer ist immer ein Stück weit anders als ein Vereinstrainer, wo du die Jungs jeden Tag hast und dich austauschen kannst.“ Die Arbeit alle paar Monate für nur wenige Tage stelle eine völlig neue Herausforderung dar.

Bayern fordert Umdenken im deutschen Fußball

Für Eberl ist klar, dass die Last des Neuanfangs auf mehreren Schultern verteilt werden muss. „Das wird der Jürgen nicht alleine machen“, betonte der 50-Jährige. Um das ersehnte neue Wir-Gefühl und den fußballerischen Aufschwung zu erleben, brauche der neue Bundestrainer die volle Unterstützung des gesamten deutschen Fußballs. Eberls klare Forderung an die Branche: Es müssten künftig viel mehr Menschen offen dafür sein, neue Wege zu gehen.

Rekord-Transfer Brown hofft auf Besserung

Auch bei den Spielern ist die Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit dem neuen starken Mann an der Seitenlinie groß. Nathanial Brown, der für rund 50 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt an die Isar wechselte, blickt der DFB-Zukunft positiv entgegen. Der Linksverteidiger, der bereits unter Ex-Coach Julian Nagelsmann im WM-Kader stand, zeigte sich angriffslustig: „Ich hoffe, dass es dann alles etwas besser wird, weil die WM einfach nicht gut war. Wir schauen nach vorne, damit es besser wird.“

Knallhartes Auftaktprogramm in der Nations League

Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt dem neuen Trainergespann nicht. Bereits Ende September steht für die Nationalmannschaft das erste Länderspiel unter der neuen sportlichen Leitung an. In der Nations League wartet mit der Niederlande direkt ein echter Härtetest auf die DFB-Elf. Anschließend sieht der Spielplan zwei Duelle gegen Griechenland sowie ein Kräftemessen mit Serbien vor. Dann wird sich erstmals zeigen, wie schnell Klopps Philosophie auch im Nationaltrikot Früchte trägt.

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