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Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp steht vor seinem Debüt an der Seitenlinie der deutschen Nationalmannschaft. Vor dem ersten Länderspiel des Nagelsmann-Nachfolgers dämpfen Weltmeister Lukas Podolski und Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß die enorme Euphorie rund um den Neustart.

Podolski fordert Zeit für das Klopp-System

Am 24. September wird der 59-jährige Chefcoach beim Nations-League-Auswärtsspiel in den Niederlanden erstmals das DFB-Team betreuen. Lukas Podolski blickt dieser Premiere gespannt entgegen. Am Rande des Formel-1-Rennens in Zandvoort erklärte der ehemalige Nationalspieler gegenüber dem Sender „Sky“, er sei neugierig auf die anstehende Kader-Nominierung und die neue taktische Ausrichtung.

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Gleichzeitig sprach der Weltmeister von 2014 eine deutliche Warnung aus. Es wäre ein Fehler, zu schnell großen Erfolg zu erwarten. Die Mannschaft müsse das System von Klopp erst verinnerlichen. Ziel sei es laut Podolski, durch konzentrierte Arbeit für das nächste große Turnier eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz zu haben.

Uli Hoeneß warnt vor Heldenverehrung

In eine ähnliche Kerbe schlägt der Rekordmeister aus München. Uli Hoeneß äußerte sich zuletzt in einem Interview mit „RTL/Sky“ zur Personalie. Der 74-Jährige lobte den neuen starken Mann an der Seitenlinie zwar ausdrücklich als sehr guten Trainer, kritisierte aber die massiven Erwartungen aus dem Umfeld.

Hoeneß betonte, er sei kein Freund einer überzogenen Heldenverehrung. Der neue Bundestrainer erhalte aktuell einen Status, „als wenn er über Wasser gehen kann“. Ein Trainerwechsel allein könne jedoch nicht per Handauflegen alle Probleme lösen. Klopp werde hart arbeiten und vieles besser machen, sei aber nicht der Messias.

Zahlreiche Debütanten auf der DFB-Liste erwartet

Ein wesentlicher Teil des sportlichen Umbruchs wird das spielende Personal betreffen. Bereits bei seiner Antrittspressekonferenz gab der DFB-Coach bekannt, eine vorläufige Liste mit 57 Feldspielern erstellt zu haben. Unter der Regie des 59-Jährigen rechnen Beobachter somit direkt mit mehreren Debütanten.

Die erste offizielle Nominierung rückt nun näher. Wenn Jürgen Klopp als Bundestrainer startet, bleiben ihm nur wenige Trainingseinheiten, um seine Spielphilosophie vor dem schwierigen Auswärtsspiel in den Niederlanden zu etablieren.

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