Bundestrainer Jürgen Klopp gibt am 5. November sein Aufgebot für die abschließenden Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League bekannt. Nach einem extragroßen Kader zum Start seiner Amtszeit verkleinert der 59-Jährige die Auswahl für die anstehenden Duelle gegen Serbien und die Niederlande deutlich. Dabei rücken Personalien wie der formstarke Niclas Füllkrug und Nachwuchstalent Paris Brunner in den Fokus.

Rückkehr von Füllkrug oder Fokus auf die Jugend?

Der 33-jährige Niclas Füllkrug drängt sich derzeit mit starken Leistungen im Trikot von Werder Bremen auf. Erst am Dienstagabend traf der Angreifer beim Bremer Pokal-Aus in Dortmund nach seiner Einwechslung doppelt. Sein letzter Einsatz für den DFB datiert aus dem Juni 2025. Klopp blickt allerdings bereits auf die Europameisterschaft 2028 und bremste die Erwartungen zuletzt: „Niclas Füllkrug schießt ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33.“

Gleichzeitig spielen sich junge Akteure in den Vordergrund. Der 20-jährige Paris Brunner empfiehlt sich durch regelmäßige Treffer für die AS Monaco und die deutsche U21-Auswahl für eine erstmalige Nominierung. Offen bleibt die sportliche Zukunft von Nicolò Tresoldi. Der mit 35 Millionen Euro bewertete Stürmer des FC Brügge will erst nach der U21-EM im kommenden Sommer entscheiden, ob er für Deutschland oder Italien aufläuft.

Druck in der Nations League wächst

Für den Lehrgang im November plant Klopp mit einem klassischen Aufgebot von 23 bis 24 Spielern, nachdem er beim vorherigen Zusammenzug noch über 40 Profis getestet hatte. Am Stamm um Kapitän Joshua Kimmich wird der Bundestrainer festhalten. Die Mannschaft trifft sich am 9. November in Herzogenaurach. Es ist der letzte Lehrgang im Quartier des zum Jahresende scheidenden Ausrüsters Adidas.

Sportlich steht die DFB-Elf unter Zugzwang. In der Gruppe 2 der A-Liga belegt Deutschland nach vier Spielen unter dem neuen Chefcoach mit fünf Punkten nur den dritten Rang. Das Führungsduo aus den Niederlanden und Griechenland liegt mit jeweils acht Zählern voraus. Um das anvisierte Viertelfinale noch zu erreichen, benötigt das Team am 13. November in Belgrad gegen Serbien und drei Tage später in Berlin gegen die Niederländer dringend Siege.

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