Frauen-Bundesliga und DFB einigen sich auf historischen Grundlagenvertrag
Die Frauen-Bundesliga hat dem Grundlagenvertrag mit dem DFB zugestimmt und gründet eine eigene Ligagesellschaft.
Die Anzeichen für einen historischen Trainerwechsel beim Deutschen Fußball-Bund verdichten sich. Während die Amtszeit von Julian Nagelsmann nach dem frühen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft offenbar vor dem sofortigen Ende steht, rückt Jürgen Klopp in die Pole-Position. Wie der ehemalige DFB-Präsident Reinhard Grindel nun bestätigte, gab es von Verbandsseite bereits 2019 einen konkreten Vorstoß, um den Erfolgscoach als künftigen Bundestrainer zu installieren.
Der deutsche Verband hatte nach dem krachenden WM-Vorrundenaus 2018 in Russland offenbar frühzeitig nach langfristigen Alternativen zu Joachim Löw gesucht. Grindel enthüllte nun gegenüber dem Münchner Merkur, dass es im Frühjahr 2019 handfeste Gespräche in England gab. Vertreter des DFB reisten damals an die Anfield Road, um dem damaligen Cheftrainer des FC Liverpool einen klaren Fahrplan aufzuzeigen.
Das anvisierte Ziel: Der gebürtige Stuttgarter sollte Löw spätestens im Jahr 2022 ablösen. „Das wusste Klopp auch“, bestätigte Grindel die lose Verabredung mit dem Trainer. Dass dieser Masterplan letztlich in der Schublade verschwand, lag vor allem an den Turbulenzen in der Verbandsspitze. Grindel trat im April 2019 aufgrund massiven öffentlichen Drucks infolge der vorangegangenen Löw-Vertragsverlängerung zurück. Die vielversprechenden Überlegungen mit dem Startrainer wurden danach von den Nachfolgern nicht mehr weiterverfolgt.
Jahre später scheint die Vision von damals nun endgültig Realität zu werden. Nach der bitteren Blamage der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay beim nordamerikanischen XXL-Turnier steht Nagelsmann massiv in der Kritik. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist die Trennung vom aktuellen Amtsinhaber so gut wie beschlossen.
Klopp, der die WM in den USA, Kanada und Mexiko als TV-Experte hautnah begleitete, hielt sich unmittelbar nach dem historischen Ausscheiden noch bedeckt. Allem Anschein nach stünde der 59-Jährige nun aber bereit, das schwere Erbe anzutreten, sobald der Anruf aus der Frankfurter DFB-Zentrale erfolgt.
Bevor der ehemalige BVB-Coach das prestigeträchtigste Traineramt im deutschen Fußball übernehmen kann, gilt es jedoch noch vertragliche Details zu klären. Aktuell ist er in einer strategischen Rolle für das Fußball-Netzwerk von Red Bull tätig. Diese Funktion müsste er bei einem Wechsel auf die deutsche Trainerbank zwingend aufgeben.
Bislang ist unklar, ob in seinem aktuellen Arbeitspapier eine explizite Ausstiegsklausel für den Posten als Nationaltrainer verankert ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte der Trainer-Coup den Verband noch einmal teuer zu stehen kommen, da in diesem Szenario womöglich eine hohe Ablösesumme fällig wird.
Die Frauen-Bundesliga hat dem Grundlagenvertrag mit dem DFB zugestimmt und gründet eine eigene Ligagesellschaft.
Nach dem bitteren WM-Aus gegen Paraguay leitet die deutsche Nationalmannschaft einen gigantischen personellen Umbruch ein.
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