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Pep Guardiola verlässt Manchester City mit sofortiger Wirkung. Der spanische Erfolgstrainer bestätigte nach der 1:2-Niederlage gegen Aston Villa am Sonntag das Ende seiner Amtszeit, obwohl sein Vertrag noch bis 2027 gültig war. Damit schließt sich das Kapitel einer der erfolgreichsten Epochen der englischen Fußballgeschichte.

Offizieller Abschied nach Wochen der Spekulation

Seit Monaten hielten sich die Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang hartnäckig, in den vergangenen Tagen verdichteten sie sich schließlich extrem. Nach wochenlangem Ausweichen auf den Pressekonferenzen legte der 53-Jährige nun die Karten auf den Tisch und verkündete seinen Entschluss. Der Taktikfuchs verlässt die Citizens auf eigenen Wunsch, da er laut eigenen Aussagen das Kapitel für sich schließen möchte. Ein potenzieller Nachfolger steht offenbar bereits in den Startlöchern: Enzo Maresca, der bis zum 1. Januar 2026 den Ligakonkurrenten FC Chelsea betreute, soll die schwere Aufgabe übernehmen, das Star-Ensemble auf Kurs zu halten.

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20 Trophäen und historische Meilensteine

Die nackten Zahlen des Ex-Münchners lesen sich surreal. In seinen 593 Pflichtspielen an der Seitenlinie in Manchester feierte sein Team in mehr als 70 Prozent der Fälle einen Sieg, was in einem beeindruckenden Punkteschnitt von 2,27 resultiert. Seit seiner Ankunft im Juli 2016 führte er den Verein zu sechs englischen Meisterschaften und verdoppelte die Ausbeute im FA-Cup auf acht Siege. Die absolute Krönung bildete jedoch der langersehnte, erstmalige Triumph in der Champions League sowie der Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft. Ganz nebenbei verschob er die lokalen Machtverhältnisse dauerhaft und ließ den einst so übermächtigen Rivalen Manchester United weit hinter sich.

Finanzielle Power und die ewige Klopp-Rivalität

Der beispiellose Aufstieg der Skyblues ist unweigerlich mit der enormen finanziellen Kraft der Abu Dhabi United Group verbunden, die den Verein seit 2008 steuert. Der Katalane wusste diese schier unbegrenzten Mittel auf dem Transfermarkt perfekt für sich zu nutzen und formte einen absoluten Ausnahmekader, was ihm bei Kritikern oft als reiner Geld-Erfolg ausgelegt wurde. Unbestritten bleibt jedoch, dass die sportliche Qualität unter seiner Regie Maßstäbe setzte. Prägend für sein Jahrzehnt auf der Insel war vor allem das ständige, hochklassige Meisterrennen mit Jürgen Klopp. Der minimale Dämpfer bei seinem Abschiedsspiel gegen Aston Villa wird angesichts dieses monumentalen sportlichen Vermächtnisses eine bloße Randnotiz bleiben.

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