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Ein massiver Skandal erschüttert den italienischen Spitzensport. Dutzende Profifußballer aus der Serie A, darunter Akteure von AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin, sowie ein Formel 1-Pilot sind offenbar in ein weitreichendes Prostitutions- und Drogennetzwerk in der Mailänder Nachtszene verwickelt. Die italienische Polizei hat nach intensiven Ermittlungen vier Manager einer ansässigen Eventfirma unter Hausarrest gestellt.

Polizei zerschlägt elitäres Netzwerk in Mailand

Den vier verhafteten Verantwortlichen der Promotionsfirma werden schwerwiegende Delikte zur Last gelegt. Die Anklagepunkte umfassen Ausbeutung, Beihilfe zur Prostitution, Drogenhandel und Geldwäsche. Im Zuge der behördlichen Zugriffe beschlagnahmten die Ermittler zudem Vermögenswerte in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro.

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Das Geschäftsmodell der Bande war offenbar speziell auf die Mailänder Oberschicht zugeschnitten: Im Umfeld exklusiver Diskotheken wurde gezielt nach zahlungskräftiger Kundschaft gesucht. Zu diesem Kreis zählten neben namhaften Unternehmern und Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche eben auch zahlreiche Akteure der italienischen Fußball-Eliteliga. Brisante abgehörte Telefonate brachten zudem die Beteiligung eines Fahrers aus der Königsklasse des Motorsports ans Licht.

All-inclusive-Pakete und Lachgas für Profisportler

Die Beschuldigten unterhielten laut aktuellen Polizeiberichten ein Netzwerk von über 100 Frauen. Für ihre wohlhabenden Klienten organisierten die Manager maßgeschneiderte All-inclusive-Pakete. Diese beinhalteten den Zugang zu VIP-Partys in angesagten Clubs, Übernachtungen in teuren Luxushotels sowie die diskrete Vermittlung von Escorts für bezahlte sexuelle Dienstleistungen.

Ein weiteres Detail rückt den Skandal besonders in den sportlichen Fokus: Bei den organisierten Veranstaltungen soll in großem Stil Lachgas konsumiert worden sein. Diese Substanz erfreut sich bei Kickern und anderen Profisportlern derzeit wachsender Beliebtheit, da sie als Rauschmittel wirkt, aber bei den strengen Dopingkontrollen der Sportverbände nicht nachgewiesen werden kann. Die Ermittlungen der italienischen Behörden laufen auf Hochtouren und könnten zeitnah weitere Details über die verwickelten Sportgrößen offenbaren.

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