Österreich bindet Ralf Rangnick – Vertrag bis zur EM 2028 verlängert
Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft sorgt Österreich für Klarheit: Trainer Ralf Rangnick verlängert bis zur EM 2028.
Ralf Rangnick könnte nach der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika sein Amt als österreichischer Nationaltrainer niederlegen. Wie aktuelle Berichte zeigen, strebt der 67-Jährige eine Rückkehr in die deutsche Bundesliga an – allerdings in einer neuen Funktion abseits der Trainerbank. Ein Engagement als Sportdirektor rückt dabei in den Fokus.
Ein Comeback als Chefcoach im Vereinsfußball ist für den erfahrenen Fußball-Lehrer offenbar keine ernsthafte Option mehr. Laut Informationen der Sport Bild fokussiert sich der gebürtige Schwabe stattdessen auf strategische Aufgaben auf Managementebene. Ein Posten als Sportdirektor bei einem Bundesligisten gilt als wahrscheinlichstes Szenario, auch wenn bislang noch kein konkreter Verein namentlich genannt wird. Alternativ könnte der einstige Macher von RB Leipzig und Schalke 04 im Auftrag eines Investors die strukturelle Entwicklung von Klubs vorantreiben oder nach seiner Zeit in Österreich eine andere Nationalmannschaft übernehmen.
Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat den Kampf um seinen Erfolgscoach derweil noch nicht aufgegeben. Der Vertrag des Taktik-Experten läuft nach der kommenden WM-Endrunde turnusgemäß aus. Obwohl bereits mehrere Verhandlungsrunden stattfanden und ein erstes konkretes Angebot zur Verlängerung vorliegt, zögert der Nationalcoach mit seiner Unterschrift. Eine finale Entscheidung für oder gegen einen Verbleib in der Alpenrepublik soll nach den bevorstehenden Länderspielen gegen Ghana am 27. März und Südkorea am 31. März fallen.
Die zögerliche Haltung begründet sich nicht nur in rein sportlichen Perspektiven. Für den akribischen Arbeiter spielen die Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung struktureller Projekte im Verband eine entscheidende Rolle. Insbesondere der stockende Neubau eines Nationalstadions in Österreich sorgt für Unmut. Trotz diverser Gespräche mit seiner aktiven Beteiligung gehen die strukturellen Projekte beim Verband nicht im gewünschten Tempo voran.
Dass Rangnicks Fachwissen und seine strategische Weitsicht im deutschen Profifußball weiterhin extrem hoch im Kurs stehen, zeigte bereits die jüngere Vergangenheit. Zuletzt galt er bei Hertha BSC als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Sport-Geschäftsführers. Nach mindestens einem persönlichen Treffen erteilte er den Berlinern letztlich jedoch eine Absage. Nun könnte die Bundesliga-Rückkehr mit etwas Anlaufzeit doch noch Realität werden.
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