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Die Bundesliga reagiert auf die jüngsten Entwicklungen der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft und passt zur kommenden Saison ihr Regelwerk an. Die DFB-Schiedsrichter-GmbH hat dabei beschlossen, die umstrittene Hand-vor-den-Mund-Regel zu entschärfen, sodass Spieler im deutschen Profifußball für dieses Vergehen künftig nur eine Gelbe Karte anstelle eines sofortigen Platzverweises kassieren.

DFB mildert harte WM-Linie ab

Während des globalen Turniers sorgte die strenge Auslegung der Unparteiischen noch für hitzige Debatten. Prominente Beispiele waren der Paraguayer Miguel Almirón sowie der Ecuadorianer Piero Hincapié, die nach Diskussionen mit vorgehaltener Hand vorzeitig zum Duschen geschickt wurden. Für den deutschen Ligabetrieb haben die Kommission Fußball und Geschäftsführer Knut Kircher nun jedoch ein milderes Strafmaß festgelegt. Der direkte Ausschluss aus dem Spiel bleibt den Akteuren hierzulande erspart.

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Strenge Maßnahmen gegen Zeitspiel und Schauspielerei

Abseits dieser spezifischen Entschärfung übernimmt der DFB zahlreiche Verschärfungen aus dem internationalen Wettbewerb nahtlos, um den Spielfluss deutlich zu erhöhen. So führen die Unparteiischen künftig einen sichtbaren Fünf-Sekunden-Countdown bei Einwürfen und Abstößen ein. Gleiches gilt für Torhüter, die den Ball zu lange in den Händen halten. Verstreicht die Zeit ungenutzt, wechselt der Ballbesitz sofort zur gegnerischen Mannschaft. Auch bei Auswechslungen ist fortan Eile geboten: Trödelt ein Team beim Spielertausch, muss es als Sanktion eine volle Minute in Unterzahl agieren.

Besonders hart greift das Regelwerk künftig bei simulierten Verletzungen durch. Muss ein Akteur auf dem Rasen medizinisch betreut werden, hat er das Spielfeld im Anschluss zwingend zu verlassen und darf erst nach einer Minute Wartezeit zurückkehren. Von dieser strengen Zwangspause sind lediglich echte medizinische Notfälle wie Kopfverletzungen, schwere Zusammenpralle oder Fouls, die eine Karte nach sich ziehen, ausgenommen.

Erweiterte VAR-Kompetenzen zum Saisonauftakt

Eine weitere signifikante Neuerung betrifft den Video Assistant Referee. Der Kölner Keller ist zur neuen Spielzeit verpflichtend dazu angehalten, die zweite Gelbe Karte eines Spielers zu überprüfen, sofern diese in einem Platzverweis mündet. Im Gegensatz zur Weltmeisterschaft bleiben Eckbälle in Deutschland jedoch weiterhin von der Video-Überprüfung ausgeschlossen.

Ihre Bewährungsprobe erleben die neuen Richtlinien bereits in wenigen Wochen. Das deutsche Unterhaus startet am 7. August mit dem Duell zwischen dem VfL Bochum und Hertha BSC in den Spielbetrieb. Die höchste deutsche Spielklasse zieht am 28. August nach, wenn der FC Bayern München den VfB Stuttgart zum Auftaktkracher empfängt.

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