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Der geplante Transfer von Willi Orbán zum saudischen Erstligisten Al-Diriyah FC ist in letzter Sekunde geplatzt. RB Leipzig schob dem Wechsel des 33-jährigen Innenverteidigers einen Riegel vor, nachdem sich Abwehr-Neuzugang Abdoul Koné unerwartet eine Schulterverletzung zugezogen hatte.

Medizincheck abgesagt: Mega-Vertrag in Saudi-Arabien hinfällig

Ursprünglich sollte der ungarische Nationalspieler bereits am Montag den obligatorischen Medizincheck beim Aufsteiger der Saudi Pro League absolvieren. Der Deal schien beschlossene Sache: Der Abwehr-Routinier war sich mit Al-Diriyah über einen lukrativen Zweijahresvertrag einig, der ihm insgesamt rund 13,2 Millionen Euro eingebracht hätte. Doch das Verletzungspech eines Teamkollegen machte dem Vorhaben kurzfristig einen Strich durch die Rechnung.

Verletzungspech zwingt Leipzig zum Umdenken

Der Ausfall von Leipzigs Neuzugang Abdoul Koné veränderte die sportliche Planung der Sachsen schlagartig. Trainer Martín Demichelis, der in seinem System eine Viererkette favorisiert, sah sich plötzlich mit einem drohenden Engpass in der Defensivzentrale konfrontiert. Da mit Castello Lukeba zudem ein weiterer Innenverteidiger als potenzieller Abgangskandidat gilt, sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, ein Veto einzulegen. Neben Lukeba stehen Demichelis derzeit noch Lukas Klostermann, Maxime Estève und El Chadaille Bitshiabu zur Verfügung.

Ein loyaler Dauerbrenner bleibt bei den Sachsen

Für RB Leipzig bedeutet der geplatzte Deal, dass ein enorm wichtiger Führungsspieler an Bord bleibt. Der Abwehrchef schnürt seit Sommer 2015 seine Schuhe für den Bundesligisten und führte das Team jahrelang als Kapitän aufs Feld. Mit beeindruckenden 385 Pflichtspieleinsätzen wird er in der Vereinshistorie lediglich vom ehemaligen Leipziger Yussuf Poulsen übertroffen. Da der 33-Jährige in sein letztes Vertragsjahr geht, wäre der Wechsel in die Wüste finanziell besonders attraktiv gewesen. Nun wird der Defensivspezialist, dessen Marktwert auf fünf Millionen Euro taxiert wird, seine Erfahrung weiterhin in der Bundesliga einbringen.

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