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Der ungarische Nationaltorhüter Péter Gulácsi verlässt RB Leipzig und schließt sich dem spanischen Erstligisten FC Villarreal an. Am Montag bestätigten beide Vereine den Wechsel des langjährigen Schlussmanns. Der Routinier unterschreibt bei den Valencianern ein Arbeitspapier bis 2028 und erfüllt sich damit den Wunsch nach einer neuen sportlichen Herausforderung in La Liga.

Eine Ära endet: Aufstiegsheld und Rekordhalter

Mit dem Abgang des 34-Jährigen verliert der Bundesligist eine absolute Identifikationsfigur. Seit seinem Wechsel im Jahr 2015 stand der Ungar für die Sachsen zwischen den Pfosten und prägte den rasanten Weg aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League entscheidend mit. In elf Spielzeiten absolvierte der Keeper 362 Pflichtspiele – kein anderer Torhüter lief in der Vereinsgeschichte der Roten Bullen häufiger auf. In der teaminternen Rekordspieler-Statistik belegt er damit den dritten Platz über alle Positionen hinweg.

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Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer würdigte den scheidenden Profi als Pokalsieger, ehemaligen Kapitän und verlässlichen Führungsspieler, der auf und neben dem Platz über Jahre hinweg absolute Maßstäbe gesetzt habe.

Generationswechsel nach Verletzungspech

Obwohl der Publikumsliebling erst im Februar seinen Vertrag in Leipzig bis 2027 verlängert hatte, zeichnete sich ein Wachwechsel im Gehäuse zuletzt immer mehr ab. Nach einem schwereren Innenbandanriss im Knie verlor die lange unangefochtene Nummer eins ihren Stammplatz an den 24-jährigen Belgier Maarten Vandevoordt. Trotz dieser sportlich schwierigen Situation erwies sich der Ex-Kapitän als Musterprofi und unterstützte seinen jüngeren Konkurrenten nach Kräften. Für sein vorbildliches Verhalten wurde er belohnt und durfte am letzten Spieltag der vergangenen Saison gegen den SC Freiburg noch einmal über die volle Distanz das Tor hüten.

Neustart in Spanien und ein neuer Konkurrent für Leipzig

Der Transfer nach Spanien erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des Spielers. In La Liga und der Champions League möchte sich der erfahrene Rückhalt noch einmal auf höchstem europäischem Niveau beweisen. Die Sachsen legten ihrer Vereinslegende bei diesem Schritt keine Steine in den Weg.

Die entstandene personelle Lücke im Leipziger Kader soll derweil zeitnah geschlossen werden. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht der norwegische WM-Torhüter Örjan Nyland kurz vor einer Vertragsunterschrift. Er soll das Torwart-Team zeitnah ergänzen und wird bereits im Trainingslager im österreichischen Saalfelden erwartet.

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