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RB Leipzig steht kurz vor der Rückkehr in die Champions League. Cheftrainer Ole Werner kann mit seiner Mannschaft bereits am Samstagabend (18:30 Uhr) im Topspiel bei Bayer Leverkusen die Qualifikation für die Königsklasse aus eigener Kraft perfekt machen.

Hohe Konzentration vor dem Leverkusen-Kracher

Die Aussicht auf den sicheren Einzug in den wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb sorgt bei den Sachsen für einen spürbaren Schub. Laut dem Übungsleiter sei die Motivation extrem hoch, was sich in einer fokussierten und willigen Trainingswoche niedergeschlagen habe. Vor Unkonzentriertheiten hat Werner keine Angst, ganz im Gegenteil: Die Mannschaft sei extrem fokussiert auf das Duell mit dem direkten Konkurrenten.

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Mit aktuell 62 Punkten auf dem Konto thronen die Bullen auf einem komfortablen dritten Tabellenplatz der Bundesliga. Der Vorsprung auf die Verfolger vom VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim (jeweils 57 Zähler) ist beruhigend, der Abstand zum kommenden Gegner aus dem Rheinland beträgt sogar sieben Punkte. Ein Remis oder Sieg würde den begehrten Startplatz endgültig absichern.

Die kuriose Vorgeschichte und offene Personalfragen

Pikant an der aktuellen Konstellation: In der vergangenen Spielzeit war es ausgerechnet Werner, der damals noch als Coach von Werder Bremen den Leipzigern am vorletzten Spieltag mit einem torlosen Remis die Champions-League-Teilnahme vermieste. Er erinnere sich schmunzelnd an den für beide Seiten wenig erfreulichen Tag zurück, da RB im Gegenzug den Bremern den Europapokal versaut habe. Nun hat der Trainer selbst die Chance, die Sachsen nach einjähriger Abstinenz zurück auf die ganz große europäische Bühne zu führen.

Ob er im entscheidenden Auswärtsspiel auf sein komplettes Stammpersonal zurückgreifen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Hinter dem Einsatz von Kapitän David Raum, der mit Leistenproblemen kämpft, sowie Innenverteidiger Castello Lukeba (Adduktorenbeschwerden) steht noch ein Fragezeichen. Die finale Entscheidung über das angeschlagene Defensiv-Duo fällt erst nach dem Abschlusstraining.

Klar ist jedoch die Marschroute: Die Leipziger reisen mit breiter Brust nach Leverkusen, wissen aber um die Schwere der Aufgabe. Jedem im Team sei bewusst, dass das große Saisonziel erst dann erreicht ist, wenn es auch mathematisch besiegelt ist.

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