11

Paukenschlag im Wahlkampf von Real Madrid: Präsidentschaftskandidat Enrique Riquelme will Jürgen Klopp als neuen Cheftrainer verpflichten, sollte er am kommenden Sonntag die Wahl gewinnen. Die Reaktion aus dem Lager des deutschen Star-Trainers ließ jedoch nicht lange auf sich warten und erstickt die Hoffnungen der spanischen Fans im Keim.

Wahlkampf bei den Königlichen: Riquelme hofft auf den Heilsbringer

Der spanische Rekordmeister steht vor einer wegweisenden Entscheidung, denn am Sonntag wählen die Vereinsmitglieder einen neuen Präsidenten. Herausforderer Enrique Riquelme tritt gegen den langjährigen Amtsinhaber Florentino Pérez an und greift im Kampf um die entscheidenden Stimmen in die oberste Schublade. Der 37-Jährige verspricht im Falle seines Sieges einen echten Königstransfer für die Trainerbank: Jürgen Klopp soll die sportliche Leitung übernehmen und gemeinsam mit dem designierten Sportdirektor Raúl die Herzen der Fans im Sturm erobern sowie eine neue Ära prägen.

Der Hintergrund für Riquelmes ehrgeizige Pläne ist die sportliche Entwicklung der Madrilenen auf nationaler Ebene. In den vergangenen zwei Jahren musste man in der heimischen Liga stets dem von Hansi Flick trainierten FC Barcelona den Vortritt lassen. Der Herausforderer betonte in einer offiziellen Mitteilung, der Verein brauche einen Coach, der Leistung, Zusammenhalt und Wertschätzung für gute Arbeit zurückbringe. Genau dieser Mann sei der ehemalige Liverpool-Erfolgstrainer.

Pérez setzt auf Mourinho – Kosicke beendet Klopp-Gerüchte

Während Riquelme mit dem Ex-Dortmunder plant, verfolgt Florentino Pérez eine völlig andere Strategie. Der amtierende Präsident favorisiert eine Rückkehr von José Mourinho. Laut Transferexperte Fabrizio Romano gibt es mit dem Portugiesen, der aktuell noch bei Benfica Lissabon unter Vertrag steht, bereits eine mündliche Einigung.

Doch wie realistisch ist das Klopp-Szenario überhaupt? Das Wahlkampfteam von Riquelme streute zuletzt offensiv das Gerücht, dass der 57-Jährige zumindest für Verhandlungen gesprächsbereit sei. Diesem Narrativ schob Klopps Berater Marc Kosicke nun einen massiven Riegel vor. Gegenüber Sky Sport zeigte sich Kosicke sichtlich genervt von den Spekulationen und stellte unmissverständlich klar, dass sein Klient überaus glücklich in seiner seit Januar 2025 laufenden Rolle als Global Head of Soccer bei Red Bull sei. Er habe keinerlei Ambitionen, zeitnah wieder als Trainer für einen Klub an der Seitenlinie zu stehen.

Damit dürfte Riquelmes größtes Wahlkampfversprechen bereits vor dem Urnengang geplatzt sein. Wer auch immer am Sonntag die Wahlen in der spanischen Hauptstadt gewinnt – Jürgen Klopp wird in der kommenden Saison definitiv nicht die Geschicke im Estadio Santiago Bernabéu leiten.

Verwandte Beiträge