Der SC Freiburg ist mit einem 3:2-Erfolg gegen den tschechischen FK Jablonec in die neue Saison der Conference League gestartet. Nach dem Erreichen des Europa-League-Finals in der vergangenen Spielzeit untermauert die Mannschaft von Trainer Julian Schuster damit direkt zum Auftakt ihre großen Ambitionen auf internationalem Parkett.

Ginter formuliert große Ziele

Nach dem knappen Heimsieg nahm Matthias Ginter kein Blatt vor den Mund. „Wir müssen schon so ehrlich sein und sagen, dass wir sehr weit kommen wollen“, erklärte der Abwehrchef gegenüber dem Sender „RTL+“. Die Mannschaft sei überaus ambitioniert. Ginter betonte, dass sich der Sport-Club unglaubwürdig machen würde, wenn das Ziel nach der jüngsten Finalteilnahme lediglich das Überstehen der Liga-Phase wäre. Im vergangenen Mai hatten die Freiburger das Endspiel der Europa League noch mit 0:3 gegen Aston Villa verloren.

Auch die Anhänger im Stadion teilten diese Euphorie und zeigten zum Start in den Wettbewerb ein Banner mit ihren Titelhoffnungen. „Die Fans dürfen träumen“, sagte Innenverteidiger Max Rosenfelder im Interview mit „SWR Sport“. Die Mannschaft werde auf dem Platz alles dafür tun, dass dieser Traum am Ende der Saison in Erfüllung gehe.

Defensive Wackler trüben den Auftaktsieg

Trotz einer starken Anfangsphase und Toren durch Vincenzo Grifo in der 15. Minute sowie Maximilian Eggestein in der 65. Minute offenbarte der Bundesligist in der Rückwärtsbewegung einige Lücken. Hinzu kam ein Eigentor des Jablonec-Spielers Dusan Pavlovic in der 58. Minute nach einem Videobeweis. Auf der Gegenseite sorgten jedoch ein Eigentor von Ginter in der 29. Minute und ein später Treffer von Garang Kuol in der Nachspielzeit für Spannung bis zum Schlusspfiff.

Rosenfelder kritisierte die Fehleranfälligkeit bei Ballbesitz. Es sei der Mannschaft teilweise nicht zu hundert Prozent gelungen, eine klare Kontersicherung aufrechtzuerhalten. Auch Cheftrainer Julian Schuster zeigte sich nicht gänzlich zufrieden. Die Gegentore seien unnötig gewesen, da der Gegner aus wenigen Möglichkeiten zu viel Kapital geschlagen habe. Dennoch lobte der Coach den breiten Kader, da Freiburg die Tschechen trotz großer Rotation über weite Strecken dominierte.

Spitzenspiel in Leverkusen als nächster Prüfstein

Lange Zeit zur intensiven Fehleranalyse bleibt den Breisgauern jedoch nicht. Bereits am Sonntag wartet um 15.30 Uhr das Liga-Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen auf das Team. „Vielleicht ist es ganz gut, wenn du gewinnst und trotzdem sowas mitnehmen kannst“, resümierte Schuster mit Blick auf die ausbaufähige Defensivleistung. Für die schwere Auswärtsaufgabe hofft der SC Freiburg zudem auf die Rückkehr der beiden Leistungsträger Derry Scherhant und Jan-Niklas Beste, die am Donnerstag noch angeschlagen pausieren mussten.

Verwandte Beiträge