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Der SC Freiburg spielt eine außergewöhnliche Saison und tanzt derzeit gleich auf drei Hochzeiten. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster kämpft in der Bundesliga um die internationalen Plätze, steht in der Europa League unter den letzten Vier und trifft nun am Donnerstag, den 23. April, im DFB-Pokal-Halbfinale auf den VfB Stuttgart. Aufgrund der internationalen Erfolge der Breisgauer kommt es zu einer seltenen Spielplan-Ansetzung.

Seltene Terminierung: Europa League verschiebt den Pokal-Kracher

Dass ein DFB-Pokal-Halbfinale an einem Donnerstag ausgetragen wird, ist eine absolute Rarität im deutschen Fußball. Zuletzt gab es diese Konstellation vor über 30 Jahren im April 1991. Der Grund für die aktuelle Terminierung ist rein sportlicher Natur: Der anhaltende Erfolg des Sport-Clubs auf internationaler Bühne. Da die Freiburger donnerstags in der Europa League im Einsatz waren und folglich erst sonntags in der Bundesliga antreten konnten, blieb für das badisch-schwäbische Derby gegen den VfB Stuttgart nur dieser ungewohnte Termin. Bereits am Tag zuvor (Mittwoch, 22. April) ermitteln Bayer Leverkusen und der FC Bayern München den ersten Finalisten für Berlin.

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Julian Schuster und die Meister der Pflichtaufgaben

Während es beim FC Bayern München zum viel zitierten Alltag gehört, im Saisonendspurt in mehreren Wettbewerben um Titel zu spielen, ist diese Dreifachbelastung für die Freiburger historisch. Der Erfolg ist jedoch das Resultat harter Arbeit und einer bemerkenswerten Konstanz. Das Team beweist unter seiner sportlichen Führung eine enorme Qualität darin, die sogenannten Pflichtaufgaben souverän zu lösen.

Auf dem Weg in die Runde der letzten Vier profitierte der SC Freiburg zwar von Losglück, schaltete aber hochkonzentriert einen Regionalligisten sowie drei Zweitligisten aus. Im Gegensatz zu vergangenen Pokal-Saisons, in denen Drittligisten wie Arminia Bielefeld für Sensationen sorgten, geht der generelle Überraschungsfaktor in diesem Jahr gegen Null. Mit dem Vierten gegen den Siebten (Stuttgart gegen Freiburg) sowie dem Sechsten gegen den Ersten (Leverkusen gegen München) treffen im Halbfinale ausschließlich ambitionierte Bundesligisten aufeinander.

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