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Die TSG 1899 Hoffenheim hat den teuersten Spielerverkauf ihrer Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Der 20-jährige Flügelstürmer Bazoumana Touré wechselt mit sofortiger Wirkung für eine kolportierte Ablösesumme von rund 50 Millionen Euro in die englische Premier League zu Newcastle United. Dort unterschreibt der Offensivmann einen langfristigen Vertrag.

Joelinton abgelöst: Historischer Geldregen für die Kraichgauer

Mit diesem Deal stößt der junge Angreifer in neue Dimensionen vor und löst einen alten Bekannten als Rekordabgang ab. Bisher hielt der Brasilianer Joelinton die vereinsinterne Bestmarke, als er vor sieben Jahren für 43,5 Millionen Euro ebenfalls den Weg zu den Magpies antrat – und wo er nach 263 Einsätzen noch immer auf dem Platz steht. Neben der massiven Sockelablöse sicherte sich der Bundesligist zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent, was den Transfer für die Sinsheimer perspektivisch noch lukrativer macht.

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Hoffenheims Geschäftsführer Sport, Andreas Schicker, betonte den Stellenwert des Deals: Es entspreche der DNA der TSG, hochveranlagte Talente zu verpflichten, gezielt weiterzuentwickeln und ihnen den Schritt zu den absoluten Elite-Klubs zu ermöglichen. Auch Touré selbst fand emotionale Abschiedsworte für seinen Ausbildungsverein: Die TSG sei wie eine Familie für ihn gewesen, nun freue er sich auf die neue Herausforderung auf der Insel.

Kettenreaktion: Wie Newcastle den Deal finanziert

Dass Newcastle United diese Summe stemmen kann, liegt an einem gewaltigen Dominoeffekt auf dem europäischen Transfermarkt. Die Engländer mussten aufgrund des verpassten Europacups und der strikten Finanzregeln der Premier League zwingend Einnahmen generieren. Dies gelang durch den Verkauf von Mittelfeldmotor Sandro Tonali, der für satte 108 Millionen Euro zu Tottenham Hotspur transferiert wurde und damit zum teuersten italienischen Fußballer der Geschichte avanciert.

Zudem spülte der Abgang von Linksaußen Anthony Gordon, den es für 80 Millionen Euro zum FC Barcelona zog, weiteres Geld in die Kassen. Touré ist als direkter Ersatz für die verwaiste Position auf dem linken Flügel eingeplant. Der Ex-Hoffenheimer reiht sich damit in eine exklusive Liste ein: Erst zum sechsten Mal gaben die Nordengländer über 50 Millionen Euro für einen Spieler aus – zuletzt investierten sie 75 Millionen Euro in den Stuttgarter Nick Woltemade.

Eine rasante Entwicklung im Zeitraffer

Der Aufstieg von Bazoumana Touré gleicht einem echten Fußballmärchen. Erst im Frühjahr 2025 war der pfeilschnelle Außenbahnspieler für vergleichsweise überschaubare 10 Millionen Euro vom schwedischen Erstligisten Hammarby IF in den Kraichgau gewechselt. Unter dem Trainerteam um Chris Ilzer nahm er sofort eine außergewöhnliche Entwicklung und hatte maßgeblichen Anteil an der zweitbesten Saison der Hoffenheimer Vereinsgeschichte. Nun soll er seine Qualitäten auf der größtmöglichen Bühne der Premier League unter Beweis stellen.

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