FC Bayern entgeht Fan-Ausschluss: UEFA verhängt empfindliche Geldstrafe
Nach dem Fan-Jubel gegen Real Madrid entgeht der FC Bayern einer Stadionsperre und wird lediglich zur Kasse gebeten.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) greift hart durch: Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon wurde nach einem Vorfall in der Champions League für sechs Spiele gesperrt. Die Disziplinar- und Ethik-Kommission sah es als erwiesen an, dass der 20-jährige Argentinier im Duell gegen Real Madrid homophobe Äußerungen gegenüber Vinícius Júnior getätigt hat.
Obwohl das Strafmaß auf dem Papier drastisch wirkt, muss das Offensivtalent der Portugiesen vorerst nur zwei weitere Pflichtspiele auf der Tribüne verbringen. Da Prestianni nach dem Eklat im Hinspiel bereits beim Playoff-Rückspiel gegen die Königlichen fehlte, gilt eine Partie der Sperre als verbüßt. Die restlichen drei Begegnungen wurden von der UEFA zur Bewährung auf einen Zeitraum von zwei Jahren ausgesetzt.
Dennoch könnte das Urteil weitreichende sportliche Konsequenzen haben. Die Sperre hat auch für Länderspiele Bestand. Sollte der pfeilschnelle Flügelspieler für die argentinische Nationalmannschaft nominiert werden, stünde seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer auf dem Spiel. Um internationale Lücken zu schließen, hat der europäische Kontinentalverband zudem bei der FIFA den offiziellen Antrag gestellt, die Sanktion weltweit bindend zu machen.
Ursprünglich stand nach dem hitzigen Aufeinandertreffen Mitte Februar ein anderer Vorwurf im Raum. Nach dem Führungstreffer zum 1:0 durch Real Madrid waren Prestianni und Vinícius Júnior verbal heftig aneinandergeraten. Der Brasilianer sowie sein prominenter Teamkollege Kylian Mbappé warfen dem Gegenspieler zunächst rassistische Beleidigungen vor.
Der Beschuldigte stritt diese Vorwürfe vehement ab. Fernsehbilder zeigten, wie sich der Benfica-Youngster während des Wortgefechts das Trikot über den Mund zog, was die genaue Rekonstruktion des Wortlauts zunächst erschwerte. Letztlich stufte die Disziplinarkommission die gefallenen Aussagen nach eingehender Prüfung als homophob ein und fällte nun das offizielle Urteil.
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