Niclas Füllkrug glänzt bei Werder Bremen derzeit als bester deutscher Torschütze der europäischen Top-Ligen. Doch die anhaltenden Fragen nach einem möglichen Comeback in der Nationalmannschaft bringen den 33-Jährigen zunehmend in Rage. Nach seinem Doppelpack beim 2:2 gegen den SC Paderborn forderte der Stürmer nun deutlich Respekt von den Journalisten ein.

Klare Ansage im Interview: Füllkrug fordert Respekt

Eigentlich hätte der Angreifer nach dem Abpfiff allen Grund zur reinen Freude gehabt. Doch im Gespräch mit „DAZN“ entlud sich sein Frust über die ständigen Spekulationen rund um das DFB-Team. „Ich würde es cool finden – ich glaube, ich bin immer sehr respektvoll mit den Medien –, wenn die Medien auch anfangen, mich zu respektieren“, stellte der Routinier klar.

Er habe nun bereits „44-mal gesagt“, dass er über dieses Thema nicht sprechen wolle. Deshalb betonte er nachdrücklich den Wunsch, die Debatte endlich ruhen zu lassen. Hintergrund der ständigen Nachfragen sind unter anderem öffentliche Äußerungen aus der sportlichen Leitung des DFB.

Historische Trefferserie: Werder-Trainer Thioune schwärmt

Sportlich liefert der Mittelstürmer derzeit Argumente am Fließband. Beim 2:2-Unentschieden gegen den SC Paderborn bewiesen die Bremer zum dritten Mal in Serie bemerkenswerte Moral und holten einen 0:2-Rückstand auf. Füllkrug war dabei mit einem Doppelpack in der 59. Minute sowie per Handelfmeter in der 65. Minute der entscheidende Mann.

Mit diesen Treffern stellte der 33-Jährige eine persönliche Bestmarke auf: Erstmals in seiner Karriere traf er in fünf aufeinanderfolgenden Bundesliga-Partien. Sechs eigene Treffer in den vergangenen fünf Einsätzen machen ihn nach Informationen von „Transfermarkt“ aktuell zum torgefährlichsten deutschen Spieler in den zehn besten Ligen Europas.

Schwierige Auslandsjahre abgehakt: Unverzichtbar für Bremen

Nach wenig erfolgreichen Stationen bei West Ham United und der AC Mailand ist der Stürmer nun zum dritten Mal in seiner Laufbahn an die Weser zurückgekehrt. Werders Cheftrainer Daniel Thioune zeigte sich von dieser Entwicklung tief beeindruckt. Der Coach betonte, dass eine solche beständige Leistung bei den Münchener Bayern mit dem entsprechenden Umfeld selbstverständlich sei, in Bremen jedoch eine ganz besondere Qualität erfordere.

Dabei hob Thioune nicht nur die nackten Zahlen hervor. Der bis 2027 gebundene Torjäger sei auch in der Kabine ein absoluter Anführer. Er treibe die Mannschaft an, gehe stets vorweg und wolle selbst nach den regulären Trainingseinheiten immer noch mehr machen. Ob diese professionelle Einstellung in der von Jürgen Klopp trainierten Nationalmannschaft noch einmal gefragt sein wird, bleibt angesichts der klaren Ansage des Spielers völlig offen.

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