Inter Mailand führt Rennen um Leon Goretzka an – Bayern-Abschied fix
Leon Goretzka verlässt den FC Bayern im Sommer ablösefrei. Inter Mailand gilt nach dem Champions-League-Aus als Favorit auf die Verpflichtung...
Eine klare Spielidee, hohe Qualität in der Breite und eine junge Achse mit Weltklassemomenten machen Spanien zum Topfavoriten vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Der EM-Sieg der Furia Roja wirkt dabei eher wie eine Ouvertüre als wie ein Schlusspunkt. Vieles spricht dafür, dass diese Mannschaft ihren Zenit noch vor sich hat.
Die EM 2024 in Deutschland war der sportliche Beweis für Spaniens Reifeprozess. 15:4 Tore in sieben Spielen, knapp 60 Prozent Ballbesitz im Schnitt und eine bemerkenswerte Variabilität im Offensivspiel unterstrichen die Dominanz. Spanien traf über beide Flügel, aus dem Zentrum, nach Standards, per Konter oder per Distanzschuss. Kaum ein taktisches Stilmittel blieb ungenutzt.
Im Zentrum steht Pedri. Der Mittelfeldspieler von den Kanarischen Inseln, der sein Geld beim FC Barcelona verdient, strukturiert das Spiel mit feinster Technik und einem taktischen Gespür, das seinesgleichen sucht. Der 23-Jährige verbindet Linien, beschleunigt Angriffe mit vertikalen Pässen und steuert das Pressing. Unter Druck behauptet er den Ball mit engen Kontakten, bei Raumgewinn macht er das Spiel schnell. Unter seiner Leitung wirkt das spanische Spiel kontrolliert, aber nie statisch. Die Balance zwischen Ballbesitzkultur und Umschaltmomenten trägt seine Handschrift.
An seiner Seite sorgt Rodri für Stabilität. Der Ballon-d’Or-Gewinner von 2024 befindet sich im besten Fußballeralter: Während der WM, einen Tag nach dem zweiten Gruppenspiel Spaniens gegen die Auswahl aus Saudi-Arabien, feiert er seinen 30. Geburtstag. Als Sechser sichert er die hochstehende Linie, organisiert das Gegenpressing und gibt dem Spiel jene Ruhe, die es in schwierigen Phasen benötigt. Weil er Drucksituationen sauber auflöst und das Spiel liest, kann Spanien im Angriff Risiko gehen und dennoch die Kontrolle bewahren.
Insgesamt zeigt sich, dass Spanien das klassische Tiki-Taka der goldenen Generation von 2008 bis 2012 nicht aufgegeben, sondern modernisiert hat. Zum geduldigen Positionsspiel sind neue Stilmittel hinzugekommen: konsequentes Gegenpressing nach Ballverlust, vertikale Schnittstellenpässe, schnelle Flügelüberladungen, Läufe aus dem Mittelfeld sowie eine deutlich höhere Abschlussfrequenz. Das Fundament ist weiterhin Ballbesitz, das Spiel jedoch deutlich dynamischer und vertikaler angelegt.
Auf den Flügeln sorgen Lamine Yamal und Nico Williams für jene Elemente, die ihr Team unvorhersehbar machen: Dribblings im Eins gegen Eins, tiefe Läufe hinter die Abwehr und mutige Abschlüsse zeichnen ihr Spiel aus. Yamal bringt Kreativität und Spielwitz, Williams Tempo und Zielstrebigkeit. Beide ziehen Verteidiger aus Positionen, öffnen Räume für nachrückende Mittelfeldspieler und erhöhen die Abschlussrate im Strafraum.
Eine weitere Waffe in Spaniens Offensive ist Fermín López. Wie Yamal stammt auch Fermín aus La Masia, der legendären Nachwuchsakademie des FC Barcelona, aus der bereits Spieler wie Lionel Messi, Xavi und Andrés Iniesta hervorgingen.
Bei der EM vor zwei Jahren gehörte Fermín zwar zum Kader, kam jedoch lediglich einmal zum Einsatz. Vieles deutet darauf hin, dass er bei der diesjährigen Weltmeisterschaft eine deutlich größere Rolle einnehmen könnte. Er verbindet technische Präzision mit hoher Arbeitsrate und ausgeprägter Raumintelligenz. Zwischen den Linien bewegt er sich permanent anspielbar, stößt aus der zweiten Reihe in freie Räume und sucht konsequent den Abschluss. Viele seiner Tore entstehen durch gezielte Distanzschüsse oder Abschlüsse aus kurzer Distanz nach dynamischen Vorstößen.
Neben den Stars der Gegenwart verfügt Spanien über bemerkenswerte Tiefe. Mit Spielern wie Mikel Merino, Marcos Llorente oder Aymeric Laporte stehen routinierte Akteure bereit, die Stabilität und internationale Erfahrung einbringen. Rotation führt nicht zu Qualitätsverlust, sondern hält Intensität und taktische Disziplin hoch. Gerade in einem langen WM-Turnier mit hoher Belastung kann diese Breite entscheidend sein.
Die gute Perspektive reicht weit über die bevorstehende Weltmeisterschaft hinaus – die nächste Generation an Spielern mit herausragenden Fähigkeiten steht schon bereit. Joan García (24 Jahre) vom FC Barcelona etwa steht exemplarisch für die neue Torhütergeneration Spaniens: groß gewachsen, reaktionsschnell und fußballerisch stark. Cristhian Mosquera (21, Arsenal) bringt als Innenverteidiger Athletik, Kopfballstärke und Aufbauqualität mit, während Marc Pubill (22, Atlético) als offensiv orientierter Außenverteidiger Tempo, Flankenqualität und taktische Finesse vereint.
Die Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs- und A-Nationalmannschaft ist traditionell hoch. Junge Spieler wachsen früh in die taktischen Abläufe des Nationalteams hinein. Kontinuität ist bei den Iberern kein Schlagwort, sondern wird Jahr für Jahr konsequent umgesetzt.
Die Fußballfachwelt ist sich weitgehend einig: Spanien gilt als Topfavorit auf den Titel bei der Weltmeisterschaft 2026. In Gruppe H trifft der Europameister auf Uruguay, Saudi-Arabien und Kap Verde. Als anspruchsvollster Gegner gilt Uruguay, das sich als Vierter der südamerikanischen WM-Qualifikation souverän für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert hat.
Die Zielsetzung ist klar: Der Gruppensieg muss her. Die WM-Wettanbieter notieren Spanien mit 1,20 auf den Gruppensieg, das Erreichen der K.-o.-Phase ist mit 1,02 nahezu eingepreist. Alles andere als ein souveräner Einzug ins Achtelfinale käme einer Sensation gleich.
Bei der Frage nach dem Titelkandidaten wird Spanien mit einer Quote von 5,50 gehandelt. Dahinter folgt England mit 6,50, das bei der kommenden WM sein langjähriges Verliererimage endgültig ablegen möchte.
In der ersten Verfolgergruppe rangieren Brasilien, Frankreich und Titelverteidiger Argentinien mit jeweils 9,00. Die DFB-Elf wird mit 13,00 notiert und liegt damit noch hinter Portugal.
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